4 essenzielle Eigenschaften, um ein Vorbild zu sein

Vorbild sein

Du möchtest selbst ein Vorbild sein? Oder du suchst noch nach einem guten Vorbild für dich?

Ein Vorbild zu sein, klingt erstmal nach einer großen Sache. Aber wie ist denn eigentlich die genaue Definition eines Vorbilds?

Wann ist jemand ein Vorbild? Welche Eigenschaften muss man erfüllen, um ein Vorbild sein zu können? Und wie ist man ein gutes Vorbild?

Um selbst ein Vorbild sein zu können, und das richtige Vorbild zu finden, muss man sich erst einmal die Definition eines Vorbilds anschauen.

In diesem Beitrag erfährst du alles rund um das Thema Vorbild sein.

Vorbild Definition

Auf die Frage „Wer ist dein größtes Vorbild?“ können viele erstmal nicht antworten

Ein Vorbild zu haben, klingt immer direkt so nach Fan-sein und anhimmeln. Und das ist denn doch irgendwie ein bisschen zu extrem.

Die Definition eines Vorbilds laut dem Duden ist „eine Person oder Sache, die als [idealisiertes] Muster, als Beispiel angesehen wird, nach dem man sich richtet“

In dieser Definition stecken genau die Aspekte drin, die viele bei ihrer persönlcihen Definition eines Vorbilds vergessen.

  1. Ein Vorbild ist oftmals idealisiert.
    Wenn du dir beispielsweise einen Prominenten Schauspieler als Vorbild nimmst, dann fokussierst du dich oftmals nur auf eine Facette dieser Person. Du siehst eine gut aussehende, charmante, erfolgreiche, wohlhabende Person. Dass dieses Bild nicht der Realität entspricht, sondern dass auch dieser Mensch mit Problemen zu kämpfen hat, Fehlschläge erleidet und privat vielleicht gar nicht so charmant ist, blendest du aus.
  2. Ein Vorbild dient als Beispiel.
    Nur weil du ein Vorbild hast, heißt das nicht, dass du alles genau so machen wills und genau so sein sollst, wie dein Vorbild. Vorbilder sind Beispiele, also Inspirationsquellen, die als Motivation oder Orientierung dienen können.

Der englische Begriff ‚role model‘ ist daher eigentlich noch präziser als der deutsche Begriff. Es ist eine Rolle. Ein Modell, das für bestimmte Eigenschaften, Verhaltensweisen oder Einstellungen steht.

Wann ist man ein Vorbild?

Um sich mit dem Begriff des Vorbilds ein wenig besser anzufreunden, hilft es, sich von dem Bild zu verabschieden, dass ein Vorbild jemand ist, der vollkommen und endgültig perfekt ist.
Das suggeriert der Begriff zwar irgendwie, aber mit dieser Einstellung ist es unmöglich, jemanden zu finden, der dieser Definition entspricht.

Man kann auf 3 verschiedene Arten ein Vorbild sein:

  1. ganz
  2. partiell oder
  3. als negatives Vorbild.

1. Ganz

Ein ganzes Vorbild ist jemand, den du rundum super findest. Die Art zu Leben, zu arbeiten, das Familienmodell, Einstellungen… einfach alles. 

So jemanden zu finden fällt ziemlich schwer. Es ist eigentlich unmöglich. Vor allem, da du von den meisten Menschen gar kein ganzheitliches Bild hast, um wirklich jede Facette beurteilen zu können.

2. Partiell

Die meisten Vorbilder, die existieren, sind partielle Vorbilder. Du bewunderst jemanden für seine Erfolge, für seine Art, mit anderen Menschen umzugehen, für seine Art, sich nicht stressen zu lassen.

Das kann alles mögliche sein, ist aber eben nur eine Facette, ein bestimmter Aspekt dieser Person

So ist es möglich, dass du einen Unternehmer zwar für seinen Erfolg bewunderst, aber die Mittel und Wege, wie er zu seinem Erfolg gekommen ist, kritisierst. Er ist eben nur ein partielles Vorbild.

3. Negativ

Auch negative Vorbilder zählen zu Vorbildern. Hier bewunderst du niemanden, sondern bewegst dich genau in die entgegengesetzte Richtung.

So wie diese Person möchtest du unter keinen Umständen sein oder werden.

Ein negatives Vorbild ist mindestens genauso wichtig oder wirksam wie ein positives Vorbild. Denn wenn du weißt, was du nicht willst, bringt dich das schon einen großen Schritt in Richtung der Dinge, die du willst.

Warum brauche ich ein Vorbild?

Jemanden zu haben, zu dem man aufschauen kann, der als Beispiel oder Modell dient, kann essenziell sein, um persönliche Ziele im Leben zu erreichen.

Orientierung

In erster Linie bietet ein Vorbild Orientierung.

In Situationen, in denen du nicht weiter weißt, kannst du dich fragen: Was würde Person XY tun?

Ein Vorbild definiert ein Ziel und präsentiert gleichzeitig auch einen möglichen Weg, dieses Ziel zu erreichen.

Jemand anderes hat etwas erreicht, dass du gerne erreichen würdest. Dich dabei an den Methoden und Schritten deines Vorbildes zu orientieren, nimmt dir unter Umständen eine Menge Arbeit ab und ermöglicht dir, auf deinem eigenen Weg einige Fehlschläge zu umgehen, indem du aus den Fehlern eines anderen lernst.

Sicherheit

Wenn jemand anderes es auch schon geschafft hat, kann es nicht unmöglich sein. Ein Vorbild gibt dir die Sicherheit, auf dem richtigen Weg zu deinem Ziel zu sein. 

Motivation

Durch das klare Ziel, das dein Vorbild setzt, spornst du dich selber an. Du willst auch so sein bzw. das Gleiche erreichen. Du siehst, dass es funktionieren kann und dass dieses Ziel erstrebenswert ist.

Das ist alles, was es braucht, um ausreichend Motivation für dein Vorhaben zu erlangen.

Wer ist ein gutes Vorbild?

Ein gutes Vorbild kann im Prinzip jeder sein. Wenn du selber auf der Suche nach jemandem bist, der diese Rolle übernehmen kann, solltest du dir als erstes überlegen, wofür du ein Vorbild suchst. Geht es dir um den Lebensstil, ein berufliches Ziel, oder konkrete Eigenschaften wie die Fähigkeit sich selbst zu disziplinieren oder mit Stress umzugehen.

Erst wenn dir das klar ist, kannst du dich auf die Suche nach einem geeigneten Vorbild begeben. Dafür kannst du dich in den folgenden Personengruppen umschauen.

  1. Familie und Freunde
    Auch wenn sich viele vornehmen, auf gar keinen Fall so zu werden wie ihre Eltern, gibt es im näheren Umfeld große Chancen, jemanden zu finden, der zumindest partiell als Inspiration und Orientierung dienen kann.
  2. Berühmte Persönlichkeiten
    Singen können wie ein erfolgreicher Popstar, erfolgreich sein wie ein Unternehmer, standhaft wie Mahatma Gandhi, gerecht wie Martin Luther King, reich wie ein Millionär … Berühmte Persönlichkeiten dienen oft als Vorbilder. Aber sei dir immer bewusst, dass du höchstwahrscheinlich nur ein idealisiertes Bild dieser Person kennst.
  3. Bekannte
    Zum Bekanntenkreis zählen alle, mit denen du häufiger zu tun hast, zu denen aber keine engere Bindung besteht. Das können Lehrer sein, Professoren, Chefs, Kollegen, Kommilitonen. 
    Häufig fällt erst nach der Schulzeit auf, wie viel einige Lehrer doch tatsächlich richtig gemacht haben.

Gefährliche Vorbilder

Vorbilder sind leider nicht immer gut, sondern können auch ungesund werden.

Gerade bei Prominenten als Vorbildern, entstehen statt Orientierung, Sicherheit und Motivation, Selbstzweifel, Druck und negative Gefühle.

So sein zu wollen wie ein anderer, ist ein unerfüllbarer Wunsch. Daher ist ein bisschen nacheifern, um sich selbst zu verbessern, zwar gut, sollte aber nicht übertrieben werden.

Bleib realistisch!

Du wirst niemals genau so werden wie jemand anderes. Du wirst niemals exakt die selbe Karriere durchlaufen wie ein anderer. Egal, wie viel du dir abguckst und wie viele Tipps du dir von dieser Person holst, es ist unmöglich, und das ist auch gut so.

Du hast deine eigenen, individuellen Lebensumstände, Hürden, aber auch Talente und Fähigkeiten, die anderen fehlen und die komplett unbemerkt blieben, wenn du versuchen würdest, das Leben eines anderen zu leben.

Wie kann ich ein Vorbild sein?

Es gibt nicht DIE Eigenschaften, die jemandem zu einem Vorbild machen. Denn die Definition von Vorbildern ist extrem subjektiv

Eine Person ist dann ein Vorbild, wenn eine andere Person sie zu einem macht.

Das heißt: Sobald du etwas erreicht hast, was nicht jeder hat, bist du ein potenzielles Vorbild. Dafür musst du nicht einmal in der Öffentlichkeit stehen oder besonders großartige Dinge vollbracht haben.

Möglicherweise merkst du gar nicht, dass dich Kommiliton*innen, Freund*innen oder auch nur deine kleine Schwester für irgendetwas bewundern.

Eigenschaften, die andere an dir bewundern könnten:

  • Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit
  • Spontaneität
  • Studienerfolg
  • Zeitmanagement
  • Gelassenheit
  • Offenheit
Vorbild sein Zitat

4 Vorbild-Eigenschaften – Wie sollte sich ein Vorbild verhalten?

Wenn du dir ein wenig Gedanken darüber machst, wie und inwiefern du als Vorbild agierst oder agieren möchtest, kannst du anderen enorm weiterhelfen.

Denn die besten Tipps kommen immer von dem eigenen Vorbild persönlich. Anstatt also verschlossen zu sein und dein Erfolgsgeheimnis (in welchem Lebensbereich auch immer) für dich zu behalten, teile es lieber und lasse andere an deinen Erfahrungen teilhaben.

1. Offenheit

Nichts ist besser als ein Tipp von deinem Vorbild persönlich. Also freuen sich auch andere, wenn du ihnen einen Tipp gibst.

Wenn dich jemand nach deinen Erfahrungen fragt, sei offen und nimm dir die Zeit, die Frage zu beantworten.

Der Erfolg, den andere mit deinen Erfahrungen erreichen können, nimmt dir nichts weg, also keine Scheu davor, deine Methoden und Vorgehensweisen weiterzugeben.

2. Ehrlichkeit

Teile nicht nur die Dinge, die super gelaufen sind, sondern erzähle anderen auch von deinen Fehlern und Fehlschlägen. Dadurch können andere aus deinen Fehlern lernen.

Wenn dich jemand beispielsweise fragt, wie du dich auf die nächste Klausur vorbereitest, erkläre anderen deine Lernmethoden, was für dich funktioniert, womit du schlechte Erfahrungen gemacht hast und womit du immer noch nicht so ganz zufrieden bist.

3. Selbstbewusstsein

Wenn jemand etwas von dir lernen will, dann ist das im Prinzip ein ganz großes Kompliment.

Schließlich bedeutet es, dass der- oder diejenige an deine Fähigkeiten glaubt. Also solltest du das auch.

Rede dein Können nicht klein von wegen: „Ach, das kann ich eigentlich auch nicht so gut. Das war wahrscheinlich nur Glück.“ Sei stattdessen stolz auf das, was du kannst und steh dazu!

4. Wertschätzung

Es gibt nur Weniges, dass schöner und motivierender ist, als das Lob von jemandem, dessen Meinung dir am Herzen liegt.

Die Meinung des eigenen Vorbilds liegt den meisten sehr am Herzen. Und auch wenn du für eine andere Person kein Vorbild bist, ist es immer gut, nicht mit Lob und Anerkennung zu geizen.

Wenn du gut findest, was jemand anderes geschafft hat, dann sag das auch und bestärke ihn oder sie in dem, was er oder sie tut.

Nun bist du bestens informiert, um ein gutes Vorbild zu sein!

Hast du ein Vorbild? Und wenn ja, wer ist es?
Teile diesen Beitrag gerne! 🙂

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