Schockierende Fakten aus der Stress Statistik

Stress Statistik

Die wichtigsten Ergebnisse der Stress Statistik.

Stress ist heutzutage allgegenwärtig. Termine, Arbeit, Verpflichtungen. Die Stressfaktoren sind zahlreich.

Stress kann – vor allem dann, wenn er chronisch ist, richtig krank machen.

Die Techniker Krankenkasse hat eine Stress Statistik herausgebracht, die die Ursachen von Stress, die Ausprägungen und Faktoren, die ein erhöhtes Stresserleben begünstigen, beleuchtet.

Hier erfährst du, was die Definition von Stress in der Psychologie ist, was laut der Stress Statistik die häufigsten Stress Auslöser sind, welche dramatischen Stress-Folgen auftreten können und wie du erfolgreich Stress abbauen kannst.

In diesem Beitrag geht es um das Ergebnis der Stress Statistik und darum, was dieses Ergebnisse für dich bedeuten.

Stress Definition Psychologie

Was bedeutet Stress überhaupt? In der Psychologie gibt es verschiedene Modelle, die das Phänomen ‚Stress‘ bzw. seine Entstehung beschreiben.

Die Stress Studie bezieht sich auf die Stressdefinition nach dem transaktionalen Stressmodell nach Lazarus.

Dabei wird Stress wie folgt definiert:

Stress ist das Ungleichgewicht zwischen Ereignis und Ressourcen.

Das bedeutet konkret: Jeder Reiz ist erst einmal ein potenzieller Stressfaktor.

Im Rahmen der primären Bewertung analysiert und als positiv, potenziell bedrohlich oder irrelevant eingestuft.

Bei der sekundären Bewertung werden die eigenen Ressourcen unter die Lupe genommen und eingestuft: Sind sie ausreichend, um mit dem Reiz umzugehen? Ressourcen können persönliche Kompetenzen, Zeit, soziale Unterstützung oder finanzielle Mittel sein.

In dem Moment, wo du feststellst, dass deine vorhandenen Ressourcen nicht ausreichen, um mit dem Ereignis umzugehen, empfindest du Stress.

Um mit diesem Stress umzugehen, können sogenannte Coping-Strategien angewendet werden. Dazu unten mehr.

Stress abbauen
Transaktionales Stressmodell nach Lazarus

Das Stressempfinden geht häufig einher mit

  • Angst,
  • Frustration,
  • Sorgen und
  • Druck.

Stress Beispiele

  • Deine finanziellen Ressourcen reichen nicht aus, um die Rechnung zu bezahlen.
  • Du hast nicht genug Zeit, um die nächste Abgabe zu schaffen.
  • Du glaubst, du bist nicht schlau genug, um die nächste Klausur zu bestehen.

Das sind die Hauptursachen für Stress

Die Techniker Krankenkasse (TK) hat im Rahmen einer Studie untersucht, welche Faktoren in Deutschland die Hauptursachen für Stress sind

Die häufigsten Stress Ursachen

  • Eine zu hohe Arbeitsbelastung,
  • Zeitdruck wegen zu vieler Termine,
  • Hektik,
  • Störungen und Unterbrechungen,
  • Informationsüberflutung und
  • Schlechte Arbeitsbedingungen

Auch wenn es sich erstmal um verschiedene Ursachen handeln, haben sie doch eines gemeinsam. Alle Stressfaktoren hängen mit der Arbeitsgestaltung und -organisation zusammen.

Stress Symptome

Auch wenn Stress zunächst eine Kopfsache ist, kann er zu einer Vielzahl körperlicher Symptome führen.

In stressigen Situationen wird die sogenannte HPA-Achse und der Sympathikus aktiviert. Beide Systeme vermitteln Alarmbereitschaft: Hormone wie Adrenalin und Kortisol werden ausgeschüttet, die Atmung wird schneller und der Puls steigt.

Bleibt es bei einer kurzen Stressbelastung, kann der Körper diese Hormonausschüttungen sehr gut verkraften. Kritisch wird es dann, wenn der Stress chronisch wird, also regelmäßig immer wieder auftritt, wie beispielsweise regelmäßig auf der Arbeit.

Chronische Stress Symptome können sich auf unterschiedliche Art und Weise zeigen.

Typische Stress Folgen:

  • Verminderte Leistungsfähigkeit und Abgeschlagenheit: Ein gestresster Organismus ist in ständiger Alarmbereitschaft und verbraucht verhältnismäßig viel Energie
  • Rückenschmerzen
  • Nackenverspannungen
  • Schlechtes Immunsystem: Das zeigt sich in Form von gehäuften Infektionen, wie bspw. Erkältungen.
  • Bluthochdruck: Ein konstant erhöhter Blutdruck hat negative Folgen auf die Herzfunktion.
  • Gesteigerte Fettwerte
  • Depressionen

Zeigen sich erst einmal die ersten Stresssymptome, bewegen sich die meisten in einem Teufelskreis. Die gesundheitlichen Einschränkungen durch den Stress, vermindern die eigene Leistungsfähigkeit und somit auch die Fähigkeit, mit dem Stress umzugehen. Dadurch wird die Diskrepanz zwischen Ressourcen und Ereignis noch größer und das Stressempfinden noch stärker.

Stress als Volkskrankheit – Fakten aus der Stress Statistik

Wenn man sich die Ergebnisse der Stress Statistik in Zahlen anschaut, fällt direkt auf: Stress ist kein Einzelfall, sondern vielmehr eine Volkskrankheit.

64 % der Befragten gaben an, mindestens manchmal gestresst zu sein, 26 % sogar häufig.

Innerhalb der Studie wurde genauer untersucht, welche Faktoren und Lebensumstände das Stressempfinden steigern oder mindern.

Stress Auslöser Geschlecht

Und diese Zahlen nehmen seit 2007 stetig zu. Wobei man hierbei zwischen Frauen und Männern unterscheiden muss. Das Stressniveau der Frauen ist nämlich über die letzten Jahre konstant geblieben, während das der Männer stärker anstieg.

Allerdings liegt das Stressempfinden der Männer immer noch unterhalb von dem der Frauen, es nähert sich allerdings zu nehmend an.

Frauen sind also stärker gestresst als Männer.

Das ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass Frauen immer noch (trotz des 21. Jahrhundert) einen Großteil der Care-Arbeit, also Arbeiten im Haushalt, Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen übernehmen.

Stress Auslöser Arbeit

Die Arbeit bzw. arbeitsbezogene Themen, wie die eigenen Ansprüche an sich selbst, sind die häufigsten Stressfaktor der Deutschen.

Je mehr Arbeitsstunden, desto mehr Stress.

Übrigens:
40 Arbeitsstunden scheinen eine Art Stressgrenze zu sein. Ab einer Arbeitszeit von über 40 Stunden pro Woche steigt das Stressempfinden rapide an.

Bei den Arbeitszeiten lässt sich kein eindeutiges Ergebnis feststelle. Bei Frauen werden unregelmäßige Arbeitszeiten als stressiger empfunden, bei Männern ist es andersherum.

Wo sich beide wieder einig sind: frustrierende Arbeit stresst.
Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass als sinnvoll empfundene Arbeit das Stressempfinden mindern kann.

Stressfaktor Wohnort

Man sollte meinen, Großstädter*innen sind alleine schon wegen der gesteigerten Lärmbelastung gestresster. In der Stressstudie konnte allerdings kein Unterschied im Stressempfinden zwischen Stadt und Land festgestellt werden. Menschen in der Stadt und auf dem Land sind gleichstark gestresst.

Stress Auslöser Alter

Ein höheres Alter hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf das Stressempfinden. Junge Leute sehen den Stress häufiger als Ansporn, profitieren also von dem Druck. Im Alter verschwindet dieser Ansporn. Dafür fällt es älteren Menschen leichter, nach der Arbeit abschalten zu können.

Das gilt nur für die Zeit des Berufslebens. Mit dem Renteneintritt sinkt das Stresserleben.

Stress abbauen

Ab welchem Stresslevel sich körperliche Symptome zeigen, ist laut dem Vulnerabilitäts-Stress-Modells abhängig von der individuellen Belastungsschwelle und der persönlichen Disposition. Menschen mit einer hohen Vulnerabilität und niedriger Belastungsschwelle zeigen schnell Stresssymptome.

Während sich die persönliche Vulnerabilität schlecht beeinflussen lässt, kann die persönliche Belastungsschwelle durch verschiedene Ressourcen angehoben und empfundener Stress dadurch abgemildert werden.

Ressourcen, die die Belastungsschwelle anheben

  • Regelmäßigen Sport
  • Entspannungsübungen
  • Ein starkes soziales Umfeld
Stress Folgen
Vulnerabilitäts-Stress-Modell

Nach dem translationalen Stressmodell gibt es zwei Ansätze, um mit psychischem Stress umzugehen: problemorientiertes und emotionsorientiertes Stressmanagement, sogenannte Coping-Strategien.

Du bist gestresst, weil ein großes Projekt bevorsteht (ein wichtiger Auftrag bei der Arbeit oder eine Klausur) und du Angst hast, zu versagen.

Problemorientiertes Stressmanagement bezieht sich auf den Stressauslöser selbst. Um den Stress abbauen zu können, musst du dich also mit dem Stressor auseinandersetzen. Das geht allerdings nur dann, wenn die Situation selbst veränderbar scheint. Du könntest beispielsweise einen späteren Prüfungstermin wählen, oder dir Leute suchen, die dich bei dem Projekt unterstützen, sodass deine individuelle Arbeitsbelastung gemindert wird.

Beim emotionsorientierten Stressmanagement geht es darum, deine Sichtweise auf den Stressor zu verändern. Das ist vor allem dann von großer Bedeutung, wenn du an der stressigen Situation selbst nichts ändern kannst. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, die Situation neu zu bewerten und sie nicht als Belastung, sondern als Herausforderung zu sehen.

Hierbei kommt der soziale Status als wichtiger Faktor ins Spiel. Mit einem niedrigen sozialen Status gehen auch weniger Ressourcen einher. Mit den nötigen finanziellen Mitteln ist es beispielsweise möglich, sich für einen Entspannungskurs anzumelden, mit einem hohen Abschluss sind die Möglichkeiten, sich beruflich neu zu orientieren, größer.

Mit einem niedrigen sozialen Status sind die Möglichkeiten zur Stressbewältigung begrenzter.

Jetzt kennst du die wichtigsten Fakten aus der Stress Statistik!

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