So setzt du deine Neujahrsvorsätze langfristig um!

Neujahrsvorsätze

Januar: Der Monat in dem die meisten Vorsätze erstellt und gleichzeitig der Monat, in dem die meisten auch wieder verworfen werden: Mehr Sport, weniger Stress, eine gesündere Ernährung…


Die Liste mit der Überschrift ‚Neujahrsvorsätze‘ sieht bei den meisten immer gleich aus und landet früher oder später, meistens jedoch eher früher im Müll.

Im Optimalfall müsste man sich alles doch nur einmal vornhemen. Im nächsten Jahr sind dann neue Aspekte dran, schließlich sind die vom letzten Jahr schon alle umgesetzt.

Ich glaube, ich kennen niemanden, bei dem das der Fall ist.

Stattdessen sind es jedes Jahr die gleichen Dinge, denn ein guter Vorsatz ist eben nur ein Vorsatz und hält meistens nicht lange an.

Klar, denn seine Gewohnheiten zu ändern ist schwer. Mal eben so eine Stunde Sport pro Woche zu integrieren, klingt erstmal einfach, zwischen Alltagsstress, Prüfungen und Verpflichtungen ist das aber alles andere als leicht.

Nach einigen Wochen, spätestens nach ein paar Monaten ist der einst so motiviert gefasste Vorsatz vergessen. Selbst die Motiviertesten geben noch in den ersten Monaten auf.

Neujahrsvorsätze

Warum scheitern Neujahrsvorsätze?

Wie entsteht eigentlich so ein Vorsatz? Wie kommst du zu einer Entscheidung, wenn es darum geht, was wie nächstens Jahr anders laufen soll?

Bei den meisten gibt es dabei nicht viel zu analysieren, da ein Neujahrsvorsatz relativ spontan entsteht.

Ein unzufriedener Blick in den Spiegel: Ich glaube, ich sollte nächstes Jahr mehr auf mein Gewicht achten.

Oder auch eine Frage von einer Freundin auf der Silvesterparty.
Mein Vorsatz für’s neue Jahr? Ein bisschen weniger Stress. Und wieder mehr Lesen. Und ein bisschen weniger Junk-Food kann auch nicht schaden.

Zack! Ohne viel Planung stehen deine Neujahrsvorsätze.

Und genau da liegt das Problem.

Ohne viel Planung heißt auch: ohne Plan. Und ohne Plan weiß niemand, wo er eigentlich anfangen soll.
Was soll das überhaupt heißen: Weniger Stress? Wie soll das passieren? Willst du dir einfach weniger vornehmen? Oder regelmäßig meditieren?

Ein Jahresvorsatz, der so schlecht formuliert ist, hält keine 3 Wochen. Und ein Jahr hat 52!

Am Anfang reicht die Motivation noch aus, um den Vorsatz aufrecht zu erhalten. Sobald die anfängliche Euphorie allerdings nachlässt und die ersten Schwierigkeiten auftreten, wird er direkt über den Haufen geworfen.

Das heißt aber nicht, dass alle Neujahrsvorsätze zum Scheitern verurteilt sind und du deine Ziele verwerfen musst. Ein bisschen an der Formulierung zu arbeiten reicht aus.

Neujahrsvorsätze richtig formulieren – in 4 Schritten

Was gehört also zur Formulierung eines guten Neujahrsvorsatzes? Gut im Sinne von: Das schaffe ich auch mehr als nur ein paar Wochen durchzuziehen.

  1. Formuliere dein Ziel
    Mach aus deinem Vorsatz ein Ziel. Was möchtest du erreichen?
    Am besten fängst du damit an, zu überlegen, was dir in letzter Zeit nicht so gut gefallen hat. Beziehe dich dabei sowohl auf deine Ausbildung und deinen Job sowie deine Freizeit, deine Zeit mit anderen, deine Gefühle. Suche dir zunächst einmal eine Sache aus, die dir am allerwichtigsten ist.
    Wenn du dir direkt fünf Dinge vornimmst, die du verändern möchtest, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das nichts wird.
    Also erstmal mit einer Sache anfangen und wenn’s gut läuft kannst du noch einen weiteren dazu nehmen (auch wenn’s dann vielleicht schon Mitte Juli ist).
  2. Konkretisieren
    Ein Ziel wie weniger Stress, gesünder Leben, mehr Zeit für Freunde ist zu unkonkret, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, dieses Ziel auszulegen.
    Ein konkretes Ziel könnte sein:
    „Mein Ziel ist es, im nächsten Jahr vor den Prüfungen nicht in Zeitstress zugeraten.“ oder „Ich möchte nicht ständig Verabredungen mit meinen FreundInnen ablehnen oder absagen müssen.“
  3. Entscheide dich für einen Weg
    Dein formuliertes Ziel ist bisher nur ein Endpunkt. Ein kleiner Fleck am Horizont, aber bis du dort hingelangst, musst du noch einen ganzen Ozean überqueren. Nimmst du ein Ruderboot, eines mit Segel, ein Floß, ein Flugzeug, oder schwimmst du?
    Ein Fisch würde schwimmen. Als Mensch hingegen ist das wohl die schlechteste Entscheidung. Welcher ist also für dich der richtige Weg?
  4. W-Fragen
    Um deinem Vorsatz den letzten Schliff zu verleihen musst du jetzt nocheinmal konkreter werden, indem du ein paar Fragen beantwortest: Wer? Wo? Wann? Was? Wie? Welche Folgen?

    Das sieht dann zum Beispiel so aus:
    Was? mehr Sport treiben
    Wer? Ich
    Wie? Laufen gehen
    Wo? auf dem Sportplatz der Schule XY
    Wann? Jeden Montag um 17:00 für eine halbe Stunde
    Welche Folgen? im März schaffe ich 5km in einer halben Stunde
Tipp!
Wenn du bei 'Wer?' nicht nur dich selbst aufschreibst, sondern noch eine andere Person mit ins Boot holst, kann das helfen, deine Vorsätze nicht gleich wieder über den Haufen zu werfen. Ihr kontrolliert euch gegenseitig und motiviert euch, auch wirklich Laufen zu gehen, schließlich rechnet der andere ja mit dir.

Ziel erreicht und jetzt?

Wenn du im März dann die 5km in einer halben Stunde schaffst, hast du dein Ziel erreicht. Glückwunsch!

Jetzt könntest du natürlich aufhören, dich freuen und weitermachen wie im letzten Jahr.

Dann wirst du im nächsten Januar aber wahrscheinlich wieder nur davon träumen, 5 Kilometer in 30 Minuten laufen zu können.

Kurzfristige Ziele sind wichtig, da sie erreichbar sind, und somit bist du eher motiviert, weiterzumachen und durchzuhalten.
Wenn du ein kurzfristiges Ziel allerdings erreicht hast, ist es höchste Zeit, ein neues Ziel zu formulieren oder dein altes ein wenig abzuändern.

Das kann zum Beispiel sein, dass du im Juli immer noch die 5 Kilometer in der Zeit schaffen willst. Das wird nach einiger Zeit aber vielleicht etwas langweilig. Wie wär’s denn mit 5km in 20 Minuten?

Nichts ist unmöglich!

Wenn man die Abbrecherquote betrachtet, könnte man meinen, es ist unmöglich, Neujahrsvorsätze tatsächlich umzusetzen.

Falsch! Neujahrsvorsätze sind aber eben immer nur planlose Wunschvorstellungen, die nicht gut genug durchdacht sind.

Formuliere einfach etwas genauer als die anderen, dann wirst du sie auch umsetzen können. Je präziser, desto besser.

Vielleicht wird dein Vorsatz ja der Anfang von etwas ganz Großem!

Was sind deine Neujahrsvorsätze?
Teile diesen Beitrag gerne! 🙂

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