Produktiv arbeiten: die 4-Stunden-Woche für Studierende

produktiv arbeiten

Produktiv arbeiten, mehr Freizeit – ein Ziel, das für viele erstrebenswert und nicht unerreichbar ist.

Produktiv arbeiten ist der Schlüssel zum weniger Arbeiten und mehr Freizeit. Mehr schaffen in weniger Zeit.

Timothy Ferris zeigt in seinem Buch „Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben“, wie es möglich ist, maximal produktiv arbeiten zu können.

Er selbst wählt als Adressat Angestellte, Unternehmer*inne und alle, die mit wenig Zeitaufwand große Gewinne erzielen und ortsunabhängig arbeiten wollen.

Auch als Student*in, ohne Vollzeitjob und Büro, stattdessen mit Vorlesungen und Lernen als Hauptberuf, bietet dieses Buch einige wertvolle Tipps, um produktiv arbeiten zu können.

Dieser Beitrag dreht sich ums produktive Arbeiten mit der 4-Stunden-Woche!

Warum eine 4-Stunden-Woche?

Timothy Ferris geht davon aus, dass die meisten Menschen unglücklich mit ihrem Job sind. Sie arbeiten nicht aus Freude oder Interesse an ihrer Tätigkeit, sondern nur für den Gehaltscheck am Ende des Monats.

Dementsprechend wollen sie also so wenig Zeit wie möglich mit der Arbeit verbringen.

Generell hoffe ich, dass du nicht (ausschließlich) aus finanziellen Gründen studierst, sondern aus Freude, Interesse, Ehrgeiz oder irgendeinem anderen intrinsischen Motivationsfaktor. Also einer Motivation, die aus dir selbst und nicht durch äußere Faktoren entsteht.

Da du fürs Studieren (in der Regel) nicht bezahlt wirst, ist das Gehalt für die wenigsten Studierenden der Anreiz. Höchstens geht es um das Gehalt in der Zukunft, aber das ist noch so weit weg, dass es wirklich sehr viel Selbstdisziplin braucht, um damit als einzige Motivationsquelle ein ganzes Studium durchzuhalten.

Aber auch wenn du deinen Interessen folgst, gibt es doch Momente, in denen du dir wünschst, weniger für die Uni tun zu müssen.

Es gibt immer einzelne Themen, die dich einfach weniger interessieren, Phasen, in denen das Lernen viel Zeit in Anspruch nimmt und Freundschaften und andere ausgleichende Aktivitäten zu kurz kommen.
Genau in solchen Phasen hilft die 4-Stunden-Woche.

Das Grundprinzip der 4-Stunden-Woche

Ferris legt bei der 4-Stunden-Woche einen großen Wert auf das Verhältnis zwischen Arbeitszeit und Geld.

Es geht nicht darum, besonders reich zu sein und sich die teuersten Dinge leisten zu können. Vielmehr geht es darum, in möglichst kurzer Zeit, möglichst viel zu verdienen. Das Geld steht also immer im Verhältnis zur investierten Zeit.

Die Währung, mit der an Universitäten Erfolg gemessen wird, ist nicht Geld, sondern Noten. Für Studierende bedeutet eine 4-Stunden-Woche also: Mit möglichst wenig Lernaufwand gute Noten schreiben.

Für Tim Ferris ist die Lösung dafür: Zu einem DEAL-Maker werden! Jeder Buchstabe steht dabei für einen Schritt in die Unabhängigkeit. Jeder dieser Schritte lässt sich in den Uni-Kontext übertragen, sodass du als Studierende*r produktiver arbeiten kannst.

D – Definition

Zunächst müssen Ziele definiert werden.

Während Ferris hierbei den relativen Reichtum betrachtet, schauen wir auf die relative Leistung, sprich: Das Verhältnis, in dem dein Arbeitsaufwand zu deinen Noten steht.

Was ist dein Ziel?

  • Möchtest du die besten Noten schreiben?
  • Möchtest du deinen Abschluss bestehen?
  • Studierst du nur aus reinem Interesse und der Abschluss spielt gar keine Rolle?

Immer Einsen zu schreiben ist bestimmt schön, aber erfordert auch eine Menge Zeit und an der ein oder anderen Stelle vielleicht auch Aufopferung. Die Zeit, die du mit lernen verbringst, fehlt dann für andere Aktivitäten.

Vielleicht reicht es dir auch eine 2 oder 3 zu schreiben. Damit bestehst du immer noch gut und hast mehr Zeit, um Freunde zu treffen oder deinen Hobbys nachzugehen.

E – Elimination

Effektiv und effizient ist nicht dasselbe. Auch, wenn es oft synonym verwendet wird.

Effizient ist es, viele Dinge in kurzer Zeit zu erledigen.
Effektiv ist es, die richtigen/wichtigen Dinge umzusetzen. Die Dinge, die tatsächlich einen Effekt haben.

Es ist also auch effizient, ganz viele Dinge schnell abzuarbeiten, obwohl diese Aufgaben total irrelevant sind und dich deinem Ziel überhaupt nicht näher bringen.

Es gilt also, die effektiven Aufgaben herauszufiltern.

Tim Ferris ist dabei Vertreter des Pareto-Prinzips, auch 80-zu-20-Regel genannt. Das Pareto-Prinzip besagt, dass 20 % des Arbeitsaufwandes, 80 % der Ergebnisse erzielen.

Du lernst also in 20 % Prozent deiner investierten Zeit, 80 % der gesamten Information. Wenn du die 20 % identifizierst, kannst du demnach eine Menge Zeit sparen.

Beispiel:
Zusammenfassungen zu erstellen kostet in der Regel relativ viel Zeit und der Lerneffekt ist minimal.
Diese Zeit kannst du stattdessen für das Erstellen von Karteikarten oder Mindmaps nutzen. Hierbei musst du insgesamt weniger Zeit investieren, da du dir die Inhalte besser und langfristiger merken kannst.

Wenn du deine Effektivität mithilfe der richtigen Lernmethoden steigern kannst, musst du nicht auf die sehr guten Noten verzichten und kannst trotzdem deine Zeit am Schreibtisch verringern.

In diesem Kontext kommt der Autor auch auf das Parkinsonsche Gesetz zu sprechen. Das Parkinsonsche Gesetz beschreibt das Phänomen, dass du immer so viel Zeit für eine Aufgabe brauchst, wie du tatsächlich für sie einräumst.

Das bedeutet für deinen Lernalltag: Ein strammer Zeitrahmen und etwas Zeitdruck können deine Produktivität steigern.

Zeitfresser

Daneben gibt es natürlich auch noch die klassischen Zeitfresser:

  • soziale Medien
  • Nachrichten
  • YouTube

… Ständig prasseln von überall Informationen auf dich ein.

Timothy Ferris empfiehlt daher eine ‚Informationsdiät‚ und verfolgt selber die Taktik einer selektiven Ignoranz.
Anstatt sich selber ständig über alles zu informieren, reduziert er seinen Medien- und Nachrichtenkonsum.

Aber bekommt man dann überhaupt noch irgendetwas mit? Erstaunlicherweise schon, denn wirklich wichtige Themen erfährst du meist sowieso durch Freund*innen, Familie und Bekannte.

A – Automation

Während sich die 4-Stunden-Woche ansonsten super auf das Leben als StudentIn übertragen lässt, wird es bei dem Aspekt ‚Automatisieren‘ etwas schwieriger. Aber auch das funktioniert zumindest in Ansätzen.

Grundsätzlich geht es um die Frage: Welche Aufgaben können andere oder Programme für dich übernehmen?

Ferris spricht davon, Routineaufgaben an Angestellte oder Freelancer zu delegieren. Beim Studieren ist dabei das Problem, dass man Lernen – die Hauptbeschäftigung Studierender – letztendlich immer selber machen muss.

Aufgaben, die du im StudentInnenalltag an andere abgeben kannst:

  • Fahrtwege: Wenn du selber mit dem Auto oder Fahrrad zur Uni fährt, kostet das Zeit. Gibst du die Fahrerei aber an jemand anderen ab, indem du öffentliche Verkehrsmittel nutzt, kannst du die Fahrzeit produktiv nutzen.
  • Digitale Lernmaterialien: Wenn du Zusammenfassungen, Mindmaps oder Karteikarten digital erstellst, musst du nicht alles selber machen, sondern kannst Informationen und Abbildungen aus Vorlesungsfolien, E-Books etc. per Copy-and-paste einfügen.
  • Fertige Lernunterlagen: Du kannst dir das Erstellen von Lernmaterialien auch ganz sparen, indem du beispielsweise Mitschriften von Studierenden aus höheren Semestern verwendest oder Übungshefte und Lernkarten kaufst.

L – Liberation

Im letzten Schritt geht es jetzt um das ortsunabhängige Arbeiten.

Das erübrigt sich für dich als StudentIn eigentlich, denn lernen kann man überall.

Je nach Studiengang und Universität, ist die Zeit, die tatsächlich am Campus verbracht werden muss, sehr unterschiedlich. Während man sich bei Jura im Prinzip alles selber erarbeiten kann/darf, gibt es bei Medizin eine hohe Anwesenheitspflicht.
An Online-Unis musst du nie bzw. nur digital anwesend sein.

Wenn du also komplett ortsabhängig sein möchtest, musst du dafür schon bei der Wahl des Studiengangs und der Universität die Weichen stellen.

Produktiv arbeiten – kurz und knapp

Werde zum DEAL-Maker!

  1. Definieren

    Was ist dein Ziel beim Studium? Möchtest du zu den besten gehören? Gut durchkommen? Woran merkst du, dass du produktiv und erfolgreich bist?

  2. Eliminieren

    Finde die Aufgaben, die dir den meisten Mehrwert bringen und streiche unnötige Aufgaben. Steigere deine Konzentration, indem du Zeitfresser, wie soziale Medien oder YouTube während des Lernens ausschaltest.

  3. Automatisieren

    Wie kannst du Warte- und Fahrtzeiten produktiv nutzen? Gibt es Aufgaben, die andere für dich übernehmen können?

  4. Liberation

    Lernen kannst du überall. Nutze diese Freiheit!

Die 4-Stunden-Woche selber lesen?

Wenn du neugierig geworden bist und dich noch genauer mit dem Thema Work-Life-Balance und dem Weg zum DEAL-Maker beschäftigen möchtest, kannst du die 4-Stunden-Woche selber lesen.

Die 4-Stunden-Woche von Timothy Ferris ist nicht umsonst Weltbestseller und genießt seit Jahren große Beliebtheit unter digitalen Nomaden und allen, die sich von der klassischen 40-Stunden-Woche oder dem Workaholic-Dasein trennen möchten.

Bei den Verlinkungen zu Thalia handelt es sich um Provisions-Links, auch Affiliate-Links genannt. Wenn du auf einen der Links klickst und auf der Zielseite etwas kaufst, bekomme ich vom betreffenden Anbieter oder Online-Shop eine Vermittlerprovision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

Jetzt kannst du produktiv arbeiten!


Was sind deine Tipps, um produktiver zu lernen und zu arbeiten?
Teile diesen Beitrag gerne! 🙂

ähnliche Beiträge

7 wichtige Tipps, um produktiv unterwegs lernen zu können
10 schlaue Strategien schnell und effektiv zu lernen
Einfach erklärt: Das Pareto-Prinzip beim Lernen anwenden

Leave A Comment