Neugier wecken – 6 Tipps für mehr Wissensdurst und Motivation

Neugier wecken

So kannst du deine Neugier wecken, um motivierter zu lernen und zu arbeiten!

Ein Studium kann auch mal langweilig sein. Man lernt zwar viel Spannendes, aber dann gibt es eben auch die Themen, die einem so gar keinen Spaß machen. Gerade bei diesen Themen ist es essenziell, ein bisschen nachzuhelfen, um deine Neugier zu wecken.

Ist dir das mit dem Neugier wecken erst einmal gelungen, macht das Lernen mindestens doppelt so viel Spaß.

Der Schlüssel zum Spaß am Lernen ist es, deine Neugier zu wecken. Und das geht sogar bei den Themen, die zuerst total langweilig und uninteressant erscheinen.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du deine Neugier wecken und somit deine Motivation steigern kannst!

Neugier macht Spaß

Welches sind die Themen, bei denen dir das Lernen am meisten Spaß bringt?
Das sind die Themen, die dich interessieren.

Leider verliert das Wort „interessant“ immer mehr an Bedeutung, da es seit der Einführung von Feedbackrunden nach Schulreferaten inflationär und viel zu oft verwendet wird.

Viel schöner ist das Wort Neugier. Schließlich ist es genau diese Gier nach Neuem, die ein Thema für dich interessant erscheinen lässt.
Ich bin neugierig, was hinter dem Thema steckt. Ich bin gierig darauf, es zu erfahren.

Um Spaß am Lernen und Motivation zu finden, ist es also hilfreich, die Neugier in dir zu wecken und zu steigern. Aber wie funktioniert das?

Neugier wecken mit diesen 6 Tipps

1. Lass dich überraschen

Mache nicht den Fehler, eine Vorlesung oder ein Thema aufgrund eines Titels oder einer Kurzbeschreibung als langweilig abzustempeln.
Hast du diesen Stempel erstmal vergeben, ist es sehr schwierig, ihn wieder wegzuwischen.

Stehe stattdessen allem, was neu ist, mit einer offenen Einstellung gegenüber. Du kannst dich später immer noch für den Langeweile-Stempel entscheiden, nur andersherum ist es, wie gesagt, schwierig.

Und nur weil die letzte Vorlesung zu dem Thema alles andere als spannend war, heißt es nicht, dass es jetzt auch so sein wird. Vielleicht ist es diesmal ein anderer Dozent, der das Thema aus einer ganz anderen, viel zugänglicheren Sicht präsentiert.

Vielleicht wirst du also noch überrascht und deine Neugier wird entgegen deiner Erwartung geweckt.

2. Hinterfrage alles

Ich würde behaupten, die neugierigsten Menschen auf der Welt sind kleine Kinder.
Kleine Kinder fragen ständig: Was machst du da? Warum machst du das? Und warum? Und warum?

Das kann als befragte Person ganz schön nervig sein, ist aber eigentlich eine Eigenschaft, die man sich wieder antrainieren sollte. Denn alles ist viel aufregender, wenn man neugierig ist.

Diese Strategie kannst du dir also abschauen und alles hinterfragen:

  • Wieso ist das so?
  • Warum lerne ich das?
  • Wofür brauche ich das?
  • Inwiefern ist das relevant für mein späteres Berufsleben?

Je mehr Fragen, desto besser. Dadurch klärst du den Sinn hinter dem, was du tust. Ein Sinn ist hilfreich, denn er definiert auch ein klares Ziel, auf das du hinarbeiten kannst.

Zum anderen hörst du beispielsweise in Vorlesungen viel besser zu, wenn du darauf fokussiert bist, alles zu hinterfragen. Denn eine konkrete Frage beantwortet zu bekommen ist viel „interessanter“, als einem ewigen Vortrag zuzuhören.

2. Langeweile als Herausforderung

Dir ist langweilig? Challenge accepted!
Tu was dagegen, indem du dich etwas mehr forderst.
Wie du das machst, ist dabei dir überlassen. Such dir etwas aus, das dir Spaß macht und das funktioniert.

  • Versuche ein gutes Schaubild zum Thema zu erstellen
  • mach dir Notizen,
  • erstelle Karteikarten,
  • schau dir ein Lernvideo auf doppelter Geschwindigkeit an

Oder eine ganz andere Herausforderung: Akzeptiere es, dass es auch mal langweilig ist, und lass dir davon nicht die Laune vermiesen.

3. Trau dich

Ein Thema kann auch dann Neugier erwecken, wenn du etwas Neues ausprobierst, das du dir gar nicht unbedingt zugetraut hättest.

Das kann zum Beispiel eine schwierige Übungsaufgabe sein. Bei der Bearbeitung wirst du im besten Fall neugierig, ob deine Lösung und Herangehensweise richtig sind.

Wenn du dann auch noch ein Erfolgserlebnis hast, wird das Thema durch die dadurch gewonnene Motivation vielleicht sogar noch zu einem deiner Lieblinge.

4. Anwenden

Mag banal klingen, ist es aber während eines Online-Semesters (und auch sonst) definitiv nicht.

Wenn du etwas lernst, versuche es auch praktisch anzuwenden. Ein Versuch im Labor ist tausendmal spannender, wenn du ihn selber durchführst, als wenn du nur bei der Durchführung zuguckst.

Es hat nicht jeder ein Hobby-Labor zu Hause, das geb ich zu. Aber eine praktische Anwendung kann auch eine Art Rollenspiel in einer Kleingruppe sein.

Es liegt ein konkreter Fall vor und du sollst als Anwalt, Arzt, Banker, Politiker etc. handeln und eine Lösung finden.

5. Versinke nicht in Selbstmitleid

Selbstmitleid ist wie ein Feuerlöscher, wenn es um Neugier geht. Dir ist langweilig? So geht das jedem mal. Akzeptiere es und versinke nicht in Selbstmitleid.

Je mehr du dir allerdings einredest, wie unfassbar langweilig das hier ist und wie wenig Lust du gerade darauf hast, desto schneller wird auch der letzte Funke an Neugier, der noch irgendwo in dir geschlummert hat, erlöschen.

6. Das Ende im Blick

Alles hat auch mal ein Ende. Halte dir vor Augen, wie lange du das Thema noch durchhalten musst, und fang schon mal an, dich aufs nächste zu freuen. Wenn du dir bewusst machst, wie wenig Zeit es letztendlich nur noch ist, kannst du das Thema, die Einheit oder die letzten Tage Klausurvorbereitung sogar noch genießen.

Jetzt weißt du, wie du deine Neugier wecken kannst, um deine Motivation zu steigern.

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