So gestaltest du Lernzettel, mit denen du effektiv lernen kannst!

So erstellst du Lernzettel, mit denen du sinnvoll lernen kannst.

Lernzettel

Lernzettel können sehr hilfreich beim Lernen sein, aber auch total ineffektiv und einfach nur Zeitverschwendung.
Hier erfährst du, wie du deine Lernzettel gestalten solltest, um effektiv damit lernen zu können und, wann du mit Lernzetteln nur deine Zeit verschwendest.

Hier erfährst du, wie du Lernzettel gestalten und damit lernen kannst.

Was ist ein Lernzettel?

Lernzettel sind Zusammenfassungen der wichtigsten Inhalte, die du für eine Prüfung lernen musst. Im besten Fall ist es eine Zusammenfassung des Lernstoffs in deinen eigenen Worten.

Ein Lernzettel bildet dann eine wichtige Grundlage für deinen Lernprozess.

Sind Lernzettel sinnvoll?

Mit Lernzetteln zu lernen kann sehr sinnvoll, aber auch sehr sinnlos sein. Das ist zum einen davon abhängig, wie du die Lernzettel einsetzt und zum anderen dafür, was du lernen möchtest.

Ja, Lernzettel sind eine super Lernmethode

Auf einem Lernzettel fasst du ein Thema möglichst knapp auf einem Zettel zusammen. Diese Methodik ist an sich erstmal sehr sinnvoll. Denn dadurch wirst du gezwungen, auszusortieren und dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und das weiderum ist erst dann möglich, wenn du ein gewisses Verständnis für das Thema entwickelt hast.

Ein Lernzettel kann dir also dabei helfen, inhaltliche Lücken und schwierige Stellen zu identifizieren.

Durch Grafiken, Formen, Farben und Pfeile kannst du außerdem Zusammenhänge übersichtlich und verständlicher darstellen, als in einem Text oder auf Karteikarten.

Lernzettel sind dann sinnvoll, wenn du …

  • dir einen Überblick über ein Thema verschaffen willst.
  • schauen möchtest, ob du ein Thema ausreichend verstanden hast.
  • Zusammenhänge verstehen willst.

Nein, Lernzettel sind einfach nur Zeitverschwendung.

Für viele Themen sind Lernzettel absolut kontraproduktiv.

Wenn du viele Fakten und Einzelheiten auswendig lernen musst, ist es viel sinnvoller, andere Lernmethoden, wie bspw. Karteikarten oder die Loci-Methode zu verwenden. Denn durchs bloße Zettelschreiben und immer und immer wieder durchlesen, wirst du dir die Informationen nur sehr schwer merken können.

Zudem verleiten Lernzettel dazu, sich im Perfektionismus und der künstlerischen Gestaltung zu verlieren. Das kann zwar Spaß machen, ist aber eben nicht der eigentliche Sinn eines Lernzettels und hält somit vom Lernen ab.

Du solltest nicht mit Lernzetteln lernen, wenn du …

  • viele Fakten auswendig lernen musst.
  • dazu neigst, dich im Perfektionismus zu verlieren.
  • eine total unsaubere, chaotische Handschrift hast.
  • deine Zettel und Ordner nicht geordnet und strukturiert halten kannst.

Wie schreibe ich einen Lernzettel?

Einen richtig guten Lernzettel zu gestalten, ist extrem zeitaufwendig.

Schließlich muss nicht nur alles Wichtige darauf, es darf auch nichts fehlen. Zudem soll der Lernzettel am Ende am besten noch optisch ansprechend aussehen: mit verschiedenen Farben, Formen, Pfeilen, verschiedenen Schriftarten und cuten Details. Vor allem, wenn du zum Perfektionismus neigst, solltest du aufpassen, dass dafür nicht zu viel Zeit draufgeht.

Die effektivste Möglichkeit, Lernzettel zu gestalten und nicht Gefahr zu laufen, dadurch kostbare Zeit zu verschwenden, ist die sogenannte Cornell-Methode.

Mit der Cornell-Methode kannst du bereits während einer Veranstaltung deine Lernzettel erstellen, die du anschließend effektiv als Lernmaterialien nutzen kannst.

Schritt-für-Schritt zum Lernzettel

Vorbereitung

  1. Teile deinen Zettel in 3 Abschnitte: Ziehe dafür ca. 5 cm vom unteren Rand entfernt einen waagerechten Strich. Einen zweiten, senkrechten Strich ziehst du ca. 6 cm vom linken Rand entfernt.
  2. Ganz oben auf dem Blatt notierst du Name des Kurses, Thema und das Datum.

Während der Veranstaltung

Während der Veranstaltung (z.B. Vorlesung, Unterricht, Seminar) schreibst du so gut es geht im großen Kasten mit.

Dabei gilt: Keep it simple! Also Stichpunkte, Paraphrasieren und Abkürzungen verwenden. Du brauchst nicht sämtliche Beispiele und Funfacts mit aufschreiben. Dich interessiert nur das Wesentliche, die Key-Fakts.

Um dabei nicht im Chaos zu versinken, noch ein paar Tipps.

  • Besonders wichtige Aspekte, also Aspekte, die in der Veranstaltung besonders betont oder sogar häufiger erwähnt werden, unterstreichst oder markierst du.
  • Wenn ein neues Thema beginnt, trennst du es durch einen waagerechten Strich von dem vorherigen ab.
  • Kommen bei dir zwischendrin Fragen auf, notiere diese unbedingt, um sie im Nachhinein zu klären.

Nachbereitung

Nach der Veranstaltung widmest du dich nochmal kurz deinem Lernzettel, um sicherzugehen, dass du auch in einigen Tagen und Wochen mit dem Geschriebenen etwas anfangen kannst.

  1. Sorge dafür, dass alles gut leserlich ist.
  2. Schreibe Abkürzungen aus, oder lege eine Legende an, damit du nicht vergisst, wofür die jeweilige Abkürzung steht.
  3. Markiere Schlüsselbegriffe.

Jetzt widmest du dich dem Seitenstreifen deines Blattes. Hier notierst du die wichtigsten Schlagworte und Fragen, die sich anhand deiner Notizen beantworten lassen. Dabei kannst du auch darüber nachdenken, was potenzielle Klausurfragen zu dem Thema sein könnten.

Im unteren Teil des Zettels fasst du nun nochmal das ganze Thema in 2-3 Sätzen zusammen.

Lernzettel mit der Cornell-Methode

Wie lerne ich mit Lernzetteln?

Sich einfach nur eine Zusammenfassung zu erstellen und die immer und immer wieder durchzugehen, in der Hoffnung, sich irgendwann alles merken zu können, ist extrem ineffektiv. Es kann wie gesagt helfen, Zusammenhänge zu veranschaulichen, aber das war’s dann auch.

Mit deinen Mitschriften nach der Cornell-Methode kannst du hingegen viel effektiver lernen. Und zwar so:

  1. 1-2 Tage nachdem du die Notizen erstellt hast, gehst du diese einfach noch einmal durch.
  2. Jetzt deckst du die Notizen ab und widmest dich dem Rand: Versuche die dort markierten Schlüsselbegriffe zu erklären und die Fragen zu beantworten.
  3. Wenn du alles richtig definiert und beantwortet hast: herzlichen Glückwunsch. Ansonsten einfach nochmal probieren!

Jetzt kannst du deine Lernzettel gestalten!

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