7 Tipps für eine gelungene Learn-Life-Balance – auch in der Prüfungsphase

Learn-Life-Balance

So hältst du deine Learn-Life-Balance auch in der Prüfungsphase!

Prüfungsphase bedeutet für viele: Stress, stundenlang am Schreibtisch sitzen und der Rest des Lebens macht mal eben kurz Pause. Eine gute Learn-Life-Balance in der Prüfungsphase ist für die meisten utopisch.

Bei so viel Stress geht leider auch der letzte Funke Spaß am Lernen verloren.

Dabei schließen sich Prüfungsphase oder allgemein viel zu tun zu haben und Learn-Life-Balance gar nicht aus. Mit sieben einfachen Tipps, schaffst du es, deine Learn-Life-Balance auch in der Prüfungsphase beizubehalten und nicht im kompletten Lern-Stress-Chaos zu versinken.

In diesem Beitrag geht es um (d)eine gelungene Learn-Life-Balance!

Learn-Life-Balance

1. Lerne, um deine Ziele zu erreichen

Ich bin ein Fan davon, mir Ziele zu setzen. Denn klar formulierte Ziele helfen dabei, dich auf das zu konzentrieren, was dir wichtig ist.

Also nimm dir vorm Lernen, sogar noch, bevor du dir einen Lernplan schreibst, Zeit zu überlegen, was du mit dem ganzen bevorstehenden Lernen eigentlich erreichen möchtest.

  • Wie viel Zeit möchtest du in die Prüfungsvorbereitung investieren?
  • Möchtest du grobe Zusammenhänge verstehen oder kleine Details?
  • Möchtest du die Klausur ’nur‘ bestehen oder eine bestimmte Note erreichen?

Auch wenn du sonst eher zum kommunikativen Lerntyp zählst und dich gerne so viel wie möglich mit anderen austauschst, ist das etwas, das du alleine machen solltest.

Hier geht es einzig und alleine um deine persönlichen Ziele und Präferenzen, um deine Learn-Life-Balance in deiner Prüfungsphase!

2. Setze Prioritäten

Deinen Zielen entsprechend heißt es nun auch Prioritäten zu setzen. Hierbei geht es zunächst einmal darum, welche Priorität das Lernen an sich hat.

  • Ist Lernen das Wichtigste, oder gehen andere Dinge vor?
  • Gibt es Pflichten (z.B. einen Job), die du nicht vernachlässigen darfst?
  • Bist du bereit, Freizeitaktivitäten, Zeit mit Freund*innen etc. für die Klausurvorbereitung zu opfern?

Außerdem geht es auch darum, in den einzelnen Fächern bzw. Themen, die du lernen möchtest, Prioritäten zu setzen.

  • Welches Fach/ Thema ist dir am wichtigsten?
  • Wo musst du am meisten Zeit investieren, weil es dir am schwersten fällt?
  • Welche Themen solltest du auf jeden Fall lernen?
  • Wo kannst du gegebenenfalls Abstriche machen?

Tipp:
Prioritäten zu setzen hilft dir auch beim Erstellen eines Lernplans, schließlich benötigt nicht jedes Thema gleich viel Zeit!

3. Hab‘ ein wenig Selbstvertrauen

Du schaffst das! Dir fehlt nur ein bisschen Selbstvertrauen.

Wenn du dein Selbstvertrauen gerade mal nicht finden kannst, denke an das, was du bereits geschafft hast.

Das ist vermutlich nicht die erste Klausur in deinem Leben. Vielleicht ist es die allererste Klausur an der Uni, aber du hast schon dein Abitur geschafft, wurdest an der Uni angenommen und hast das Semester bis hierhin gemeistert.

Offensichtlich machst du so einiges richtig, sonst wärst du jetzt gar nicht an diesem Punkt in deinem Leben. Warum sollte also gerade diese Herausforderung, diese Klausurenphase unmöglich sein?

Zudem haben es auch schon so viele andere vor dir geschafft, diese Prüfungen zu bestehen und diesen Studiengang zu absolvieren. Warum sollte das also bei dir anders sein?

4. Mach auch mal was anderes

Auch wenn es darum geht, deine persönlichen Ziele und Prioritäten zu setzen, möchte ich dich vor einem Fehler bewahren.

Deine Learn-Life-Balance in der Prüfungsphase nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, ist unmöglich, wenn du dir vornimmst, so viel wie möglich 24/7 zu lernen und alles andere dafür hinten anstehen zu lassen.

Selbst wenn du es wolltest und so viel Selbstdisziplin aufbringen könntest, dein Gehirn kann sich unmöglich so lange zu konzentrieren.
Spätestens nach dem dritten Tag wirst du dir nichts mehr merken können, nur noch schlecht gelaunt sein und in Selbstmitleid versinken.

Bringe also ein wenig Abwechslung in deinen Alltag und mach auch mal etwas anderes, als andauernd nur am Schreibtisch zu sitzen.

  1. Mache jeden Tag mindestens eine andere Aktivität. Vielleicht einen Spaziergang, ein Work-out, ein Treffen mit Freunden, einen Kuchen backen? Hauptsache nichts in Richtung Lernen, Prüfungsvorbereitung, Uni-Kram organisieren etc.
  2. Regelmäßige Pausen helfen nicht nur dabei, neue Energie zu tanken, sondern sind auch essenziell dafür, produktiv zu lernen und die großen Stoffmengen zu bewältigen.
    Eine beliebte Methode, um regelmäßige Pausen ins Lernen zu integrieren, ist die Pomodoro-Technik.
  3. Ausreichend Schlaf wird gerade von Studierenden mal unterschätzt. Wenn der Tag nicht genug Stunden hat zum Lernen, dann muss eben die Nacht einspringen. Falsch!
    Es ist längst wissenschaftlich bewiesen, dass Schlafmangel die Konzentrationsfähigkeit drastisch reduziert.
    Dein Ziel sollte also viel mehr sein, die Nacht zum Schlafen zu nutzen, um den Tag so gut wie möglich nutzen zu können.

5. Lass dich nicht stressen

„Lass dich nicht stressen!“ ist immer sehr leicht gesagt (oder geschrieben).
Gleichzeitig ist es auch die Parole, an die ich mich selber nie halten kann, auch wenn ich es mir sehr wünschen würde.

Ständig reden alle über die Prüfungen: Wie weit sie selber mit der Vorbereitung sind, was sie alles lesen und ausarbeiten, wie viel sie jeden Tag lernen, …
Und der Blick auf den Kalender verrät dir, dass der gefürchtete Termin immer näher rückt, deine Zeit also immer knapper wird.

Trotzdem: Lass dich nicht stressen (versuch es zumindest) und vor allem: Mach dein Ding!

Hör auf dich mit anderen zu vergleichen, denn nicht nur der Lernprozess an sich ist individuell, sondern vor allem hat auch jeder andere Prioritäten bezüglich der Klausurenphase.
Dir reicht es vielleicht, mit „ausreichend“ zu bestehen, während jemand anders unbedingt eine sehr gute Note schreiben möchte. Dementsprechend wird der Lernaufwand des anderen größer sein als deiner. Lass dich davon nicht verunsichern.

Vielleicht lernen die anderen auch einfach ineffektiver als du, oder haben viel später mit der Vorbereitung angefangen.

Du weißt nie ganz sicher, was die anderen wann und wie ausführlich lernen oder gelernt haben. Also versuch es auch gar nicht erst herauszufinden, sondern konzentriere dich ganz alleine auf dich und deinen Lernfortschritt!

6. Ohne Selbstdisziplin geht’s nicht

Wenn es auf die Prüfungsphase zu geht, ist deine Selbstdisziplin noch stärker gefragt als sonst, denn du bist ganz alleine für dich und deinen Erfolg verantwortlich.

Anders als in der Schule gibt es an der Uni leider keinen Dozenten, der mehr oder weniger sicherstellt, dass du lernst und gut vorbereitet in die Prüfungen gehst.

Also musst du selber ran! Ein Lernplan oder eine tägliche To-do-Liste können dabei helfen, am Ball zu bleiben und abzuarbeiten, was du dir vorgenommen hast.

Heute willst du drei Themen lernen? Na dann, los geht’s!

Wenn du Schwierigkeiten damit haben solltest, dich selbst zu disziplinieren, such dir Hilfe.

  • Lerne mit anderen zusammen. Eine Verabredung abzusagen ist schwerer, als deine Einzel-Lernsession zu verschieben.
  • Bitte jemanden darum, dein Handy für dich aufzubewahren und es dir erst nach den zwei Stunden, die du lernen willst, wiederzugeben.
  • Setz dir ein zeitliches Limit, indem du dich für nach dem Lernen verabredest. Somit musst du jetzt anfangen, um das heutige Lernpensum noch zu schaffen.

7. Höre auf, wenn’s vorbei ist

Endlich geschafft! Vor ein paar Stunden hast du deine Klausur ausgehändigt bekommen und sie soeben bearbeitet wieder abgegeben. Und jetzt?

Was du auf jeden Fall nicht tun solltest, ist einen weiteren Gedanken an die soeben geschriebene Klausur zu verschwenden.

Egal wie lange du dir noch den Kopf darüber zerbrichst, was du noch alles hättest schreiben können, warum du a angekreuzt hast, obwohl du doch eigentlich weißt, dass c richtig war: Du kannst jetzt nichts mehr daran ändern, also bringt es auch nichts, weiter darüber nachzudenken.

Deine Fehler überprüfen und dich ärgern kannst du immer noch, wenn du deine Noten bekommen hast. Vielleicht musst du dich nicht einmal ärgern. Nach einer Klausur fokussiert sich dein Gehirn nämlich immer nur auf die Dinge, die es nicht lösen konnte und vergisst, wie viel du eigentlich gut konntest und richtig gemacht hast.

Mir hilft es schon im Vorhinein, mir etwas nach der Klausur vorzunehmen. Ein Ausflug mit Freunden, Pizza bestellen, ins Kino gehen, in den Urlaub fahren, … Worauf hast du am meisten Lust?

Auch wenn es nicht deine letzte Klausur war, und du somit nicht direkt in den Urlaub aufbrechen kannst, hast du dir ein bisschen freie Zeit, zumindest den Rest des Tages, verdient. Morgen kannst du dich dann auf die nächste Prüfung konzentrieren.

Jetzt weißt du, wie du deine Learn-Life-Balance auch in der Prüfungsphase aufrechterhalten kannst!

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