Intrinsische Motivation – Höre nicht auf deine Mutter!

Motivation im Studium - intrinsische Motivation

Viele Studenten verlieren nach einer Weile ihre Motivation im Studium. Irgendwo zwischen Hausarbeiten und Klausurenphasen ist sie auf der Strecke geblieben.

Nach der Schule wusstest du eh nicht so richtig, was du machen willst… und jetzt studierst du das, was dir am sinnvollsten erschien… Lehramt, BWL oder irgendwas mit Medien.

Das Problem lässt sich lösen. Und zwar durch intrinsische Motivation.

Die Lösung für dein Motivationsproblem: Intrinsische Motivation

Wenn du es nicht liebst, wenn du keinen Spaß dabei hast, du es nicht wirklich liebst, dann wirst du es aufgeben.

Steve Jobs

Steve Jobs bringt es auf den Punkt.

Du musst Spaß an der Sache haben. Du musst Leidenschaft entwickeln. Du musst es lieben.

Es reicht nicht, wenn die Zukunft ein gutes Gehalt verspricht oder deine Mutter stolz auf dich ist

Kurzzeitig schon, aber langfristig wirst du damit nicht glücklich.

Ja, super, und wie schaffe ich das? 

Abwarten, kommt noch. Erstmal von vorne.

Welche Arten von Motivation gibt es?

Es wird zwischen zwei Motivationsarten unterschieden: intrinsischer und extrinsischer Motivation.

Um einen neuen Antrieb zu finden, musst du als erstes herausfinden , was genau dich denn eigentlich motiviert.

Was ist intrinsische Motivation?

Von intrinsischer Motivation (lat. intrinsecus „inwendig“ oder „hineinwärt“) spricht man dann, wenn eine Tätigkeit aufgrund eines inneren Willen ausgeführt wird. 

Für deine Hobbys bist du wahrscheinlich intrinsisch motiviert. 

Du machst sie eben einfach, weil sie dir Spaß bringen, dich entspannen und dir ein gutes Gefühl geben.

Niemand muss dich dazu bringen, deinen Hobbys nachzugehen. 

Es reicht dein innerer Wille.

Gründe für so einen inneren Willen sind häufig persönliches Wachstum, Pflichtgefühl, Spaß, Leidenschaft oder ein Sinn, der in der Arbeit liegt.

  • Du isst Gemüse, weil du gesund sein willst.
  • Du meditierst, um weniger gestresst zu sein.
  • Du gehst einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach, weil du anderen Menschen helfen möchtest.
  • Du erledigst den Haushalt, weil sich deine Mitbewohner darauf verlassen.

Was ist extrinsische Motivation?

Extrinsische Motivation bildet das Gegenteil zur intrinsischen Motivation.

Hierbei wirst du durch äußere Faktoren wie Geld, Status oder Ansehen motiviert.

  • Du gehst zur Arbeit wegen des Gehalts.
  • Du studierst, weil du willst, dass deine Eltern stolz auf dich sind.
  • Du arbeitest ehrenamtlich, weil es in deinem Lebenslauf gut aussieht.

Warum ist intrinsische Motivation wichtig?

Im japanischen gibt es das Wort „ikigai“. 

Das heißt in etwa „das, wofür es sich zu leben lohnt“.

Ikigai ist die Motivation, warum du jeden Morgen aufstehst. 

Der Grund dafür, dass du jeden Tag auf’s neue dein Leben mit Inhalt füllst.

Dieser Grund kann nur von dir aus kommen.

Extrinsische Motivation ist deshalb nicht per se etwas Schlechtes. Sie ist sogar hilfreich, wenn es  Aufgaben gibt, auf die du keine Lust hast, die aber gemacht werden müssen.

Durch eine Belohnung wie ein leckeres Essen nach dem Aufräumen kannst du dich dafür motivieren.

Wenn es allerdings um langfristige Ziele geht, reicht das nicht aus.

Wenn dich dein innerer Wille antreibt, steigert das deine Lernbereitschaft und deine Leistungsfähigkeit. 

Dir fällt es leichter, Schwierigkeiten zu überwinden.

Je mehr du etwas willst, desto eher schaffst du es auch.

Motivation als perfekte Mischung

Am schönsten ist es, wenn du eine Tätigkeit findest, die du nicht nur aus einem Grund tust.

Im Optimalfall gibt es innere und äußere Anreize.

Du hast eine Leidenschaft für’s Malen und zusätzlich verdienst du durch das Verkaufen deiner Werke auch noch Geld.

Du musst auch nicht befürchten, dass die  intrinsische Motivation nachlässt, wenn eine extrinsische hinzukommt. Das passiert nicht, solange die Belohnung einen Bezug zur Leistung hat. 

Solange du mehr verdienst, wenn du mehr Bilder verkaufst, bleibt deine Leidenschaft die Gleiche.

Wie erzeugt man intrinsische Motivation?

Laut der Selbstbestimmungstheorie von Richard M. Ryan und Edward L. Deci gibt es drei psychologische Grundbedürfnisse, die eine Tätigkeit befriedigen muss, damit sie eine Motivation hervorruft.

  1. Autonomie
  2. Kompetenz
  3. soziale Eingebundenheit

Dein Ziel ist es also, dafür zu sorgen, dass diese Grundbedürfnisse erfüllt sind.

Autonomie

Autonomie bedeutet hierbei, dass du etwas freiwillig tust.

Gehe deinen Wünschen nach.

Mache das, was du willst. Erinnere dich daran, dass du dein Studium freiwillig machst. 

Niemand zwingt dich. Es ist ganz allein deine Entscheidung.

Dabei hilft manchmal schon eine Änderung der Formulierung.

Du willst jetzt gerade nicht am Schreibtisch sitzen, während draußen perfektes Badewetter ist.

Du willst aber deine Prüfung , dein Studium schaffen und einen Beruf ausüben, der dir Freude bereitet.

Kompetenz

Die Aufgaben dürfen nicht zu schwer und nicht zu leicht sein.

Die Aufgaben müssen dich fordern, aber nicht überfordern.

Dabei ist es hilfreich, deinen Fortschritt zu dokumentieren, indem du beispielsweise eine To-Do-Liste abhakst. 

Dann kannst du genau sehen, was du schon gemacht hast, und dass es nicht unmöglich ist.

Soziale Eingebundenheit

Soziale Eingebundenheit in einer Gruppe
Photo by Brooke Cagle on Unsplash

Der Mensch strebt nach Zugehörigkeit in einer Gruppe. Welcher Gruppe möchest du gerne angehören?

Das kann die Gruppe derjenigen sein, die ihre Prüfung bestanden haben, oder auf lange Sicht gesehen, die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe.

Führe dir diese drei Aspekte immer wieder vor Augen. Du machst das freiwillig, du kannst das und du willst zu denen gehören, die es geschafft haben. 

Dein innerer Wille und deine Motivation entstehen dann ganz von alleine.

Intrinsische Motivation: Was hat das jetzt mit meiner Mutter zu tun?

Wenn du es nicht schaffst, eine Möglichkeit zu finden, die drei Grundbedürfnisse zu erfüllen und beim besten Willen nicht weißt, wie du eine intrinsische Motivation für dein Studium finden kannst, dann lasse es sein.

Es ist es vielleicht einfach nicht das richtige für dich.

Ich will damit nicht sagen, dass du aufhören sollst, nur weil es mal schwer wird. Auf gar keinen Fall!

Es gibt immer mal Phasen, in denen die Lust fehlt.

Das geht auch wieder vorbei.

Wenn du allerdings einer Beschäftigung nur nachgehst, weil andere, wie beispielsweise deine Mutter, es von dir verlangen, wirst du damit auf Dauer nicht glücklich werden.

Deine Mutter steht hierbei sinnbildlich für alle Leute, deren Meinung dir wichtig ist. 

Diejenigen, die du stolz machen willst

Es ist bestimmt nicht einfach, denjenigen zu sagen, dass du etwas anderes tun willst. 

Das behauptet auch keiner.

Auf lange Sicht wirst du dir aber für diesen Schritt danken. Da bin ich mir sicher. 

Und letztendlich sind auch die Menschen, die dich lieben, dann glücklich, wenn du selber glücklich bist.

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