Eigenverantwortung – 6 Tipps und 9 Vorteile

Eigenverantwortlichkeit

Wenn ich nichts tue, dann kann ich auch nichts falsch machen. Schön wär‘s, ist aber leider nicht so.
Das ist das Problem mit der Eigenverantwortung.
Du bist auch verantwortlich für die Dinge, die du nicht tust. Beispielsweise auch mal nein zu sagen und dich um dein eigenes Wohlbefinden zu kümmern.

Was ist eigenverantwortliches Handeln?

Allgemein versteht man unter Eigenverantwortung, oder eigenverantwortlichem Handeln, dass du für die Folgen deiner Taten einstehst. Und zwar nicht nur für die guten, sondern auch für die negativen Konsequenzen.

Zur Eigenverantwortlichkeit gehört also auch, sich seine eigenen Fehler einzugestehen und nicht die ganze Schuld auf die äußeren Umstände zu schieben.

Hierbei geht es aber nicht nur um die Dinge, die du tust, sondern auch um die Dinge, die du nicht tust.

Du verpasst beispielsweise eine Abgabefrist für eine Hausarbeit.
Oder du erwartest, glücklich zu werden, ohne aktiv etwas dafür zu tun.

Du musst also auch für Versäumnisse und deine Passivität einstehen. Schließlich entscheidest du dich dazu, nichts zu tun.

Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.

Laozi (chinesischer Philosoph)

Warum ist Eigenverantwortung wichtig? Was bringt es mir?

Ein ganzer Artikel über Eigenverantwortlichkeit? Ist das nicht ein bisschen übertrieben?

Nein. Definitiv nicht.

Denn Eigenverantwortung ist unfassbar wichtig und trotzdem wird diese Eigenschaft, ich würde sogar so weit gehen, sie eine Tugend zu nennen, häufig unterschätzt und nicht für allzu wichtig genommen.

Dabei ist Eigenverantwortung überall und bildet die Grundlage für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben.

Eigenverantwortlichkeit bedeutet…

  1. Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen.
  2. sich um seine emotionale und mentale Gesundheit zu kümmern.
  3. die Dinge selber in die Hand zu nehmen.
  4. sein Leben so zu gestalten, wie es einem am besten gefällt.
  5. glücklich zu sein.
  6. ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
  7. Freiheit zu genießen.
  8. deiner Meinung Bedeutung zu verleihen.
  9. von anderen akzeptiert und geschätzt zu werden.

6 Tipps für mehr Eigenverantwortung

1. Verlasse deine Komfortzone

Dieser erste Schritt bildet die Grundlage für eigenverantwortliches Handeln. Denn es ist häufig, gerade am Anfang, etwas unangenehm, Verantwortung für sich selber zu übernehmen.

Daher solltest du dich darauf einstellen, auch mal deine Komfortzone verlassen zu müssen. Vielleicht musst du mal unangenehme Konsequenzen auf dich nehmen, ehrlich mit dir sein und dir eingestehen, einen Fehler gemacht zu haben.

Das Schöne ist, es wird dir immer leichter fallen und bringt dich deinen Zielen ein großes Stück näher.

2. Werde dir deiner Verantwortung bewusst

Gestehe dir deine Fehler ein

Was ist in der Vergangenheit nicht so gelaufen, wie du es dir gewünscht hättest?

Identifiziere die Situationen, in denen es in deiner Verantwortung lag, ein besseres Ergebnis herbeizuführen.

Sei dabei ruhig etwas strenger mit dir selbst. Ansonsten wirst du nicht bemerken, was du ändern kannst.

Schließlich war das Wetter Schuld, dass du schon wieder keinen Sport machen konntest, dein Professor, dass die Klausur so schlecht gelaufen ist, und der unfreundliche Mann an der Kasse, der dir deine Laune verdorben hat.

Nur so erkennst du, was du in Zukunft besser machen solltest, und kannst lösungsorientiert denken und handeln.

Vertusche nichts und schiebe vor allem nichts auf äußere Umstände.

Übernimm Verantwortung für deine Gefühle

Ja, auch für deine eigenen Gefühle trägst du die Verantwortung.

Der unfreundliche Mann an der Kasse kann dir die Laune verderben, oder du wirst dir darüber bewusst, dass seine Unfreundlichkeit nichts mit dir persönlich zu tun hat und du dir davon nicht den Tag versauen lassen solltest.

Versuche die guten Dinge in jeder einzelnen Situation zu entdecken.

3. Sei selbstbewusst

Trau dich, Verantwortung zu übernehmen. Es mag beängstigend sein, lohnt sich aber.

Vor allem bedeutet es auch, selbstbewusst anderen gegenüber zu sein. Wenn dir bestimmte Handlungen anderer ein schlechtes Gefühl geben, wenn du Bedenken bei etwas hast: Sei selbstbewusst und sprich es an.

4. Lass dir Zeit

Sowohl beim Handeln selbst als auch bei der Reflexion solltest du dir Zeit lassen.

Die besten Entscheidungen sind selten die, die du in Eile und gestresst triffst. Und auch deine Fehler zu erkennen und dir selber einzugestehen braucht Zeit und Übung.

Gib dir diese Zeit und setze dich nicht unter Druck.

5. Sag auch mal Nein

Du musst nicht immer alles machen, was andere von dir Verlangen. Es ist viel wichtiger, auch mal nein zu sagen. Wenn du mal ein wenig Zeit für dich alleine brauchst, dann ist es okay, wenn du nicht mit deinen Freunden in eine Bar gehst, obwohl sie dich gerne dabei hätten.

Wenn du immer darüber nachdenkst, was andere von dir und deinem Verhalten denken könnten, verdrängst du lediglich deine persönlichen Anliegen und Probleme. Kleiner Spoiler: Das endet auf Dauer nicht gut.

6. Raus aus der Opferrolle

Du bist nicht das Opfer von irgendetwas oder irgendwem. Das spielst du dir lediglich vor, weil es so schön bequem ist.

Deine Sprache ist dafür ein eindeutiger Hinweis.

Sobald etwas Blödes passiert, wofür du die Verantwortung getragen hast, schiebst du diese Verantwortung einfach auf andere.

Man konnte das nicht schaffen. Man hatte gar nicht genug Informationen.

Nur wenn du erfolgreich bist, dann sprichst du selbstverständlich von dir selbst.

Ich habe die Klausuren bestanden. Ich hatte alle nötigen Informationen und wusste, wie das geht.

Und? Wann fängst du an, Eigenverantwortung zu übernehmen? Oder tust du das bereits?
Schreibe dazu gerne einen Kommentar.
Kennst du jemanden, für den dieser Artikel hilfreich wäre? Dann teile ihn gerne 🙂

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