Auswendig lernen Tipps: Diese 10 + 5 solltest du unbedingt kennen!

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Möchtest du wissen, wie man am besten auswendig lernen kann? Diese Tipps zum Auswendig lernen, solltest du kennen.

Egal ob im Studium oder in der Schule: Auswendig lernen gehört immer dazu!
Die richtigen Methoden zum Auswendig lernen – Tipps & Tricks sind dabei Gold wert.

Hier erfährst du die Antworten auf die Fragen: Wie kann man schnell viel auswendig lernen? Und kann man Auswendiglernen trainieren?

Ich zeige dir die Tipps und Methoden, die mir regelmäßig Studium helfen, Unmengen an komplizierten Begriffen und Zusammenhängen auswendig zu lernen.

Nachdem du diese Tipps zum Auswendig lernen kennengelernt hast, wird es kein Problem mehr für dich sein, auch die kompliziertesten Dinge in deinen Kopf zu bekommen.

Dieser Beitrag zeigt dir die besten Tipps zum Auswendig lernen, die du auf jeden Fall kennen solltest!

Auswendig lernen – Tipps

1. Lerne nur das wichtigste

Bevor du versuchst, dir ganze Formulierungen, Sätze, Abschnitte oder sogar Seiten einzuprägen, lass es lieber ganz sein.

Jede*r verpackt Informationen in seinem Gehirn anders. Der Inhalt eines Wissenspakets mag zwar der gleiche sein, die Verpackung unterscheidet sich aber von Person zu Person. Und das ergibt auch Sinn: Denn jede*r merkt sich die Inhalte in der eigenen, persönlichen Verpackung am besten.

Beim Auswendig lernen gilt: weniger ist mehr.

Sich ganze Sätze und Abschnitte einprägen zu wollen, ist aus zwei Gründen extrem schwierig. Zum einen ist es schlichtweg viel. Zum anderen ist es aber auch falsch verpackt, und zwar in den Formulierungen einer/-s anderen.

Es ist aber auch gar nicht erstrebenswert, ‚fertig verpacktes‘ auswendig zu lernen, denn es schränkt dich unnötig ein. Du weißt nie so richtig, ob du es tatsächlich verstanden hast, oder eben nur die Formulierung kennst. Und du willst deine Inhalte (hoffentlich) auch verstehen.

Reduziere deinen Lerninhalt auf das absolute Minimum, indem du unnötige Informationen streichst, dir Stichworte heraussucht und kurze Zusammenfassungen erstellt.

2. Sprich alle Sinne an

Auswendig lernen hat (wie schon erwähnt) viel mit der richtigen Verpackung zu tun. Eine ‚gute Verpackung‘ spricht so viele Sinne an wie möglich.

Der klassische Weg dafür sind einfache Visualisierungen in Form von Bildern, Modellen, Flussdiagrammen, …

Alle anderen Sinne sind aber genauso wichtig. Zum Beispiel kannst du deinen Lernstoff in einen Song verwanden, indem du ihn mit einer einfachen Melodie versiehst.

Lerne mit verschiedenen Farben, Formen, Bildern, Tönen, Geräuschen, Gerüchen, Geschmäckern, …

3. Mnemotechniken

Unter dem Begriff Mnemotechniken, wird eine vielzahl an Lernmethoden zusammengefasst, die dir beim auswendig lernen helfen können.

  • Die bekannteste Mnemotechnik ist die Loci Methode. Bei der Loci Methode baust du eine Gedächtnisroute, auf der du unterwegs die einzelnen zu lernenden Fakten als Bilder platzierst.
  • Auch die altbekannte Eselsbrücke gehört zu den Mnemotechniken.
    Ein klassisches Beispiel: Wer nämlich mit ‚h‘ schreibt, ist dämlich.
  • Assoziationsketten eignen sich vor allem dann, wenn du dir Reihenfolgen merken möchtest. Du nimmst von jedem Wort, dass du dir merken möchtest, den Anfangsbuchstaben und bildest einen neuen Satz, in dem die Worte mit dem jeweiligen Buchstaben beginnen.
    Die Handwurzelknochen merkst du dir beispielsweise mit der Eselsbrücke: Ein Schiffchen fuhr im Mondenschein ums Dreieck und ums Erbsenbein usw.

Verwende Mnemotechniken, wie die Loci-Methode oder Eselsbrücken.

4. Finde deinen Lerntypen

Um die richtige(n) Lernmethode(n) für dich zu finden, kann es hilfreich sein, deinen Lerntypen zu kennen.

Es werden 4 Lerntypen unterschieden: der visuelle, der auditive, der motorische und der kommunikative Lerntyp.
Dein Lerntyp beschreibt, wie Informationen verpackt und präsentiert werden müssen, damit du sie dir am besten merken kannst.

Der visuelle Lerntyp lernt am besten mit Bildern und Grafiken, der kommunikative Lerntyp tauscht sich am liebsten mit andren über ein Thema aus.

Eine ausführliche Beschreibung der 4 Lerntypen und Beispiele für geeignete Lernmethoden findest du hier:
4 Lerntypen: Wie lernt dein Lerntyp am besten?

In der Regel sind die einzelnen Lerntypen aber nicht so klar voneinander abzugrenzen. Die meisten Menschen sind eine Mischung aus verschiedenen Lerntypen.

Finde heraus, welcher Lerntyp du bist und stimme deine Lernmethoden darauf ab.

5. Karteikarten

Die mächtigste Lernmethode – zumindest, wenn du’s richtig machst – sind Karteikarten. Karteikarten ermöglichen dir schnelle Wiederholungen in Form von Mini-Tests.

Was viele trotzdem davon abhält, ist der Aufwand, sich Karteikarten zu erstellen.
Um selber keine Karteikarten erstellen zu müssen, kannst du im Internet aber auch einfach nach vorgefertigten Kartendecks suchen, oder Karteikarten mit Mitstudierenden teilen und austauschen.

Und jetzt zur richtigen Anwendung: Karteikarten ‚richtig anwenden‘ bedeutet zum einen sich nicht selbst zu belügen, sondern die Karteikarten gewissenhaft beantworten.

Zum anderen entfalten Karteikarten erst dann ihr maximales Potenzial, wenn du sie in Form von Spaced Repetition anwendest. Spaced Repetition bedeutet, dass du die Inhalte in optimalen Intervallen wiederholst. Optimal bedeutet, genau dann, wenn du gerade dabei bist, die Information wieder zu vergessen. Erst dann – nicht früher, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden und Zeit zu ersparen. Algorithmen wie der von Anki ermitteln, wann genau der richtige Zeitpunkt zum Wiederholen ist.

Digitale Karteikartenprogramme wie Anki sind dadurch optimale Apps zum auswendig lernen.

Benutze Karteikarten und Spaced Repitition. Algorithmen digitaler Karteikarten-Apps wie Anki unterstützen dich dabei.

6. Sag die Dinge laut auf

Niemand ist so gut im Selbstbetrug wie Lernende, wenn sie eigentlich keine Lust haben.

In die Bibliothek fahren, um dann da ein paar neue Posts anzuschauen und die Pläne fürs Wochenende auszugestalten. Oder – meine Spezialität – so tun als würde man Karteikarten lernen, indem man sich abfragt, in Wirklichkeit liest man sich aber allerhöchstens die Karte durch oder geht zur nächsten über, ohne sich überhaupt mit der vorigen beschädigt zu haben.

Um diesen zweiten Selbstbetrug zu umgehen, hilft es, den Lernstoff bzw. die Antwort auf eine Frage laut aufzusagen. Dadurch gehst du sicher, dass du die Frage tatsächlich beantwortest, übst zu formulieren und merkst direkt, ob du die Antwort wirklich verstanden hast.

Sag deine Lerninhalte laut auf. So merkst du, ob du das Thema wirklich verstanden hast.

7. Unbekanntes nachschlagen

Je abstruser und kryptischer eine Information, desto unwahrscheinlicher ist es, dass du dir diese Information schnell merken kannst.

Auch wenn es also darum geht, sich auf Karteikarten und Zusammenfassungen kurzzuhalten, solltest du immer sicherstellen, dass du die Informationen trotzdem verstanden hast.

Und wenn nicht: Schlag nach oder frag jemanden, der es dir erklären kann. Das ist im ersten Moment zwar die zeitaufwendigere Methode, als einfach nur stur Begriffe in sich hineinzukloppen, aber auf lange Sicht, geht es so viel schneller.

Verstandene Zusammenhänge bleiben viel besser im Gedächtnis als einfache Buchstabengebilde.

Versichere dich, dass du das, was du da lernst, auch wirklich verstanden hast und schlage unbekanntes nach.

7. Pomodoro

Limitierende Faktoren beim Lernen sind oftmals Zeit und Konzentration. Entweder fehlt die Zeit grundsätzlich, oder man hat zwar die Zeit, die Konzentration hält aber nicht lang genug durch.

Bei der Pomodoro-Technik geht es darum, in Intervallen zu lernen. Zwischen den Intervallen werden kurze Pausen gemacht.

Durch die regelmäßigen Pausen sorgst du dafür, dass deine Konzentration auch nach mehreren Stunden noch erhalten bleibt.
Dadurch, dass du nur kurze Lernintervalle hast, bis die nächste Pause ansteht, fällt es auch leichter, sich zum Lernen zu motivieren. Dadurch nutzt du die dir zur Verfügung stehende Zeit optimal aus.
Im Endeffekt sparst du so Zeit und verbringst letztendlich weniger Zeit am Schreibtisch, als ohne das Intervall lernen.

Verwende die Pomodoro-Technik, um deine Lernzeit bei voller Konzentration maximal ausnutzen zu können.

8. Lerne nebenbei

Lernen muss nicht immer ein anstrengender, zeitintensiver Prozess sein, sondern geht manchmal auch ganz nebenbei.

Schreibe einzelne Fakten, Formeln oder Begrifflichkeiten einfach auf ein Post-it und platziere ihn an einem Ort, den du täglich mehrmals siehst. Beispielsweise an der Kühlschranktür, am Badezimmerspiegel oder an deiner Wohnungstür.
Jedes Mal, wenn du an dem jeweiligen Zettel vorbeiläufst, rufst du dir die Informationen ganz automatisch wieder ins Gedächtnis. So sorgst du dafür, dass sie sich langfristig in deinem Gedächtnis verankern.

Lerne nebenbei, indem du dir die Lerninhalte regelmäßig durch kleine Notizen ins Gedächtnis rufst.

10. Lerne vorm Schlafen

Lernen direkt vorm Schlafengehen, fördert die Merkfähigkeit. Dabei ist es sogar egal, ob es sich um deinen nächtlichen Schlaf oder ein Powernap handelt.

Um deinen Lernprozess zu verbessern, könntest du beispielsweise deine Karteikarten in den Stunden vorm Schlafengehen noch einmal durchgehen.

Wiederhole deinen Lernstoff vorm Schlafengehen.

+5 Die richtige Basis schaffen

Was beim Lernen häufig unterschätzt wird, aber mindestens genauso wichtige ist, wie die richtigen Lernmethoden – wenn nicht sogar noch wichtiger – ist das Drumherum.

1. Kein Stress

Ich kann an mir selber immer sehr gut beobachten, dass mir das Lernen in unterschiedlichen Phasen des Semesters unterschiedlich viel Spaß bringt. Je näher die Prüfungen, desto weniger Spaß und Motivation habe ich.

Denn zu dem Zeitpunkt überwiegt ein anderes Gefühl: Stress.

Stress schluckt alles, was das Lernen schön macht und blockiert zusätzlich auch noch deine Gedächtnisfähigkeit.

Lass dich nicht stressen, konzentriere dich auf die Aufgabe, die du gerade tust und kümmere dich nicht darum, was sonst noch ansteht.

2. Atmosphäre

Wie schnell und einfach du es schaffst, Dinge auswendig zu lernen, ist von deiner Konzentration abhängig. Und für maximale Konzentration muss die Umgebung stimmen.

Optimal ist ein Ort, an dem du keinerlei Ablenkungen hast. Selbst ein unaufgeräumter Schreibtisch kann schon Ablenkung genug sein, um dich vom Lernen abzuhalten. Weitere Störquellen sind dein Handy, Lärm, ein unbequemer Stuhl, …

Nicht umsonst ist die Bibliothek ein beliebter Ort zum Lernen, denn dort ist es in der Regel ruhig und es gibt wenig anderes, dass einen ablenken könnte.

3. Schlafen

Im Schlaf wird Wissen gefestigt und neue Synapsen gebildet. Genau das, was du fürs erfolgreiche Lernen brauchst. Es bringt also nichts, noch eine Nachtschicht fürs Lernen einzuschieben, wenn du dafür deinen Schlaf kürzen musst.

Wie viel Schlaf für dich genug ist, ist individuell, kann also nicht pauschal gesagt werden. Manchen reichen 6 Stunden, andere brauchen 9.
Als Faustregel gilt: Wenn du vom Wecker geweckt wurdest (also nicht von alleine aufgewacht bist), war’s zu wenig.

4. ausgewogene Ernährung

Schonmal versucht, dich hungrig zu konzentrieren? Schwierig. Ordentlich Frühstücken und ein paar Snacks für die Lernpause einzustecken ist also nicht zu unterschätzen.

Für die maximale Lernfähigkeit solltest du auch ausreichend zu trinken. Dehydriert zu sein, kann nicht nur zu Kopfschmerzen führen, sondern verschlechtert auch die Denkfähigkeiten.

5. Bewegung

Rückenschmerzen, Nackenverspannung, Kopfschmerzen, … die Liste der Beschwerden vom zu vielen Sitzen ist lang.

Anstatt also 24/7 am Schreibtisch zu sitzen, gönn dir mal ein bisschen Bewegung. Das beugt nicht nur Verspannungen vor, sondern hilft auch bei der Konzentration. Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und sorgt dafür, dass in deinem Hirn ausreichend Sauerstoff ankommt.

Ein Spaziergang oder ein kurzes Workout eignen sich also hervorragend für eine Lernpause.

Jetzt kennst du die besten Tipps zum Auswendig lernen!

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