Pflegepraktikum: 5 Tipps, die du unbedingt beachten solltest!

Als (angehende(r)) MedizinstudentIn führt kein Weg dran vorbei: das Pflegepraktikum.
Seine Semesterferien dafür zu opfern, alte Menschen zu waschen und ihnen auf die Toilette zu helfen? Geht das Pflegepraktikum auch ohne Pflege?
Diese Einstellung ist leider nicht selten. Mit dieser Einstellung ist es aber auch kein Wunder, dass die drei Monate sich schnell anfühlen wie zehn.
Denn das Pflegepraktikum kann richtig Spaß machen und dir viele Einblicke ermöglichen, die du sonst erst gegen Ende deines Studiums oder gar nicht bekommen hättest.

Damit du während deines Pflegepraktikums gerne jeden Morgen auf Station gehst und so viele Erfahrungen sammeln kannst wie möglich, gibt es hier 5 wichtige Tipps für dich!

1. Sei neugierig!

Neugierig sein, motiviert und macht Spaß. Während des Pflegepraktikums stehst du noch ganz am Anfang deines Studiums. Das heißt, es gibt eine Menge zu lernen und zu sehen, was du noch nicht kennst.

Nutze das aus! Noch bist du „nur“ PraktikantIn und niemand nimmt es dir übel, wenn du etwas nicht weißt.

Das bedeutet für dich: Stell Fragen! Das Wissen der Pflegekräfte wird häufig unterschätzt und die meisten PflegerInnen freuen sich, wenn du Interesse zeigst und nachfragst. Vielleicht gibt es sogar eine nette Stationsärztin oder einen netten Stationsarzt, den du fragen kannst?!

2. Tu was gegen die Langeweile!

Als PflegepraktikantIn kann es schnell passieren, dass du lediglich deine Zeit absitzt oder zum tausendsten Mal die gleiche Fläche desinfizierst.

Das ist extrem langweilig, macht keinen Spaß und sorgt dafür, dass sich die Tage unendlich in die Länge ziehen.

Es ist nicht ganz zu vermeiden, dass es auch mal Phasen gibt, in denen du weniger zu tun hast. Ist leider so. Ist mit einem netten Team aber auch eine entspannte Abwechslung.

Du hast aber definitiv einen Einfluss darauf, ob du gar nichts oder so viel wie möglich zu tun hast.

Sobald du die Abläufe auf der Station einigermaßen kennst, frag aktiv nach, ob du eine bestimmte Aufgabe übernehmen kannst. Müssen noch bei irgendwem Vitalzeichen gemessen werden? Fehlt noch bei einem Patienten ein Gewicht? Am besten fragst du direkt bei der Übergabe, ob es Aufgaben gibt, die du übernehmen kannst.
Dann wissen die anderen Bescheid, dass du ihnen gerne ein wenig Arbeit abnimmst, und du kannst dir auch eine Art Routine zulegen.

3. Nutze deine Chancen!

Wie schon gesagt, gibt es während eines Pflegepraktikums viel Neues zu entdecken. Häufig erfordert das aber ein wenig Eigeninitiative. Es wird vermutlich kein Arzt auf dich zukommen und fragen, ob du mit in den OP oder bei der Visite mitlaufen möchtest.

Daher gilt auch hier: Trau dich und frag nach! Versuche so viel zu sehen, wie du kannst. Wer weiß, wann du das nächste Mal die Möglichkeit haben wirst, genau diese Diagnostik oder Operation mit anzuschauen.

4. Sei dir nicht zu schade!

Oberflächen desinfizieren, Urinflaschen auswechseln und Fremden beim Stuhlgang behilflich sein, sind möglicherweise nicht deine Lieblingsbeschäftigungen, aber sie gehören nun mal zu einer guten Pflege dazu.

Es ist normal und vollkommen in Ordnung, am Anfang ein wenig Berührungsängste zu haben. Das haben wohl alle ein wenig und du darfst auch mal etwas eklig finden.

Du solltest nur nicht mit der Einstellung in dein Pflegepraktikum gehen, so wenig pflegerische Tätigkeiten wie möglich machen zu müssen, denn

  1. Um die Pflege kommst du nicht herum.
  2. Das Arbeitsklima zwischen dir und den PflegerInnen wird unangenehm werden, wenn du dir für alles zu schade bist.

5. Iss genug!

Mag banal klingen, ist aber wichtiger, als du jetzt annehmen magst. Morgens vorm Frühdienst um 6:00 noch zu frühstücken, ist für viele ein Ding der Unmöglichkeit, doch gerade an stressigen Tagen, an denen du viel von A nach B laufen musst, ist der Blutzucker ganz schön schnell im Keller.

Wenn du dann mit einer blutigen Wunde oder einem offenen Brustkorb im OP konfrontiert wirst, ist es kein Wunder, wenn du davon umkippst.

Ein guter, konstanter Blutzuckerwert kann da häufig ganz einfach und effektiv entgegenwirken.

Hast du schon mal ein Pflegepraktikum gemacht? Fallen dir weitere Tipps ein?
Kennst du jemanden, der sein Pflegepraktikum noch vor sich hat? Dann teile diesen Beitrag gerne. 🙂

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