5 negative Glaubenssätze über Geld und warum sie falsch sind

5 negative Glaubenssätze über Geld & warum sie falsch sind

Am Ende des Monats wird als StudentIn schon mal das Geld knapp. Daher muss hier und da ein wenig Budgetiert werden. Darüber hinaus kümmern sich die meisten Studierenden eher wenig um die eigenen Finanzen. An Vermögensaufbau oder Altersvorsorge denken die wenigsten. Schuld daran sind limitierende Glaubenssätze über Geld und Finanzen!

Was sind Geld-Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind verinnerlichte Aussagen oder Statements. Du hast diese Aussagen so oft gehört, dass sie zu inneren Antreibern werden und sich dein Handeln nach ihnen ausrichtet.

Glaubenssätze entstehen

  1. in der Kindheit durch deine Erziehung,
  2. durch dein Umfeld, Freunde, Bekannte und Medien,
  3. durch prägende Ereignisse.

Glaubenssätze kannst du im Prinzip zu jedem erdenklichen Thema haben. Fatal wird es beim Thema Geld. Und negative Glaubenssätze zum Thema Geld gibt es viele!

Warum du dich mit deinen Glaubenssätzen über Geld auseinandersetzen solltest

Deine Glaubenssätze zum Thema Geld bestimmen, wie du mit Geld umgehst. Sie sind also die Basis für alles, bei dem du mit dem Thema Geld oder Finanzen in Kontakt gerätst.

Es gibt hierbei sowohl positive Glaubenssätze als auch negative Glaubenssätze.

Positive Glaubenssätze zum Thema Geld sorgen dafür, dass du keine Angst davor hast Geld zu besitzen, gut mit Geld umgehen kannst, deine Finanzen im Griff hast, oder kein schlechtes Gewissen dabei hast, dir mal etwas teures zu kaufen.

Negative Glaubenssätze zum Thema Geld verhindern, dass du zu Geld kommst. Sie sorgen dafür, dass du so wenig mit Geld zu tun hast wie möglich. Du kümmerst dich so wenig wie möglich um deine Finanzen und hast keine Kontrolle, ob und wie viel Geld auch deinem Konto ist.

Die negativen Glaubenssätze, oder auch limitierenden Glaubenssätze werden früher oder später zum Problem. Denn wenn du dich nicht um deine Finanzen kümmerst, wird es niemand tun.

Reminder:
Wenn du dich nicht um deine Finanzen kümmerst, wird es niemand tun!

5 negative Glaubenssätze über Geld

Die schlechte Nachricht ist: Jeder – höchstwahrscheinlich auch du – hat negative Glaubenssätze zum Thema Geld verinnerlicht. Und diese Glaubenssätze sind in der Regel falsch.

Die gute Nachricht: Du kannst diese falschen Glaubenssätze über Geld auflösen.

Dazu musst du sie aber erst einmal entlarven.

  • Wie wurde in deiner Familie über Geld gesprochen?
  • Wird in deinem Umfeld überhaupt über Geld geredet?
  • Welche Gefühle sind bei dir mit Geld verbunden?

Glaubenssatz Nr. 1: Über Geld spricht man nicht

Geld ist in Deutschland ein Tabu-Thema. Das zeigte eine Studie aus dem Jahr 2015. Und auch wenn sich das mittlerweile vielleicht ein bisschen gebessert hat: Geld bleibt ein unangenehmes Thema, über das die wenigsten gerne sprechen.

„Geld ist noch immer das ent­scheidende Tabu­thema in unserer Gesell­schaft, stärker als Sexualität“

Dr. Wolfgang Krüger, Psychologe

Geld ist also peinlicher als Sex.

Und das ist ein Problem.
Denn beim Thema Finanzen und Geld geht es um die eigene Altersvorsorge.

Wer nicht über Geld spricht, hat auch mangelnde finanzielle Kenntnisse und dann droht die Altersarmut.

Glaubenssatz Nr. 2: Geld verdirbt den Charakter

Scrooge und Dagobert Duck halten es uns immer wieder vor: Geld verdirbt den Charakter. Reiche Menschen sind schlechte Menschen.

Wer will da schon reich sein?

Erstens wage ich zu bezweifeln, dass jeder Mensch der viel Geld hat direkt zu einem geizigen, schlecht gelauntem Scrooge mutiert.

Zweitens geht es beim Thema Finanzen nicht immer direkt um Millionenbeträge und Reichtum.
Sich um sein eigenes Geld zu kümmern bedeutet auch, vorzusorgen. Sich darum zu kümmern, eine angemessene Rente zu erhalten und zum Lebensende hin nicht in die Altersarmut zu fallen.

Glaubenssatz Nr. 3: Geld macht nicht glücklich

Doch! Geld macht glücklich und steigert die Lebenszufriedenheit im Alter.

Nicht jeder, der Geld hat ist automatisch glücklich, aber es ist sehr viel einfacher mit Geld glücklich zu sein, als ohne.

Zum einen ist mangelndes Geld ein Stressfaktor. Und Stress wiederum ist ein Risikofaktor für diverse Krankheiten.

Zum anderen hat (fehlendes) Geld auch Einfluss auf alle möglichen anderen Lebensbereiche. Wer Geld hat, kann seine Freizeit so gestalten, wie er oder sie möchte, kann in den Urlaub fliegen, komfortabel wohnen, regelmäßig seine Familie besuchen (auch wenn diese weiter weg wohnt).

Das sind alles Faktoren, die die Lebenszufriedenheit steigern und glücklich machen.

Geld allein macht vielleicht nicht glücklich, aber Geld bedeutet Freiheit. Und Freiheit macht glücklich.

Glaubenssatz Nr. 4: Geld ist nicht wichtig

Spätestens wenn’s um die Studien-, Ausbildung-, oder Berufswahl geht, fallen häufig Sätze wie: Geld ist nicht wichtig. Geld ist nicht alles. Wichtig ist, dass du dir einen Beruf aussuchst, der Spaß macht.

Ich stimme vollkommen zu, dass man sich einen Studiengang oder einen Beruf nicht nur auf Grund der Gehaltschancen aussuchen sollte. Intrinsische Motivation ist wichtiger als extrinsische Motivation. Schließlich verbringst du voraussichtlich viel Zeit in deinem Job und ohne jegliches Interesse oder Neugier für das Fach, wird das ganz schön langweilig.

Das macht Geld aber nicht weniger wichtig. Geld bleibt schließlich der Schlüssel zu unbegrenzten Möglichkeiten. Und ganz ohne Geld lässt es sich nur sehr viel beschwerter Leben.

Es ist also nichts verwerfliches daran, sich für oder gegen eine Tätigkeit aufgrund des Geldes zu entscheiden, oder das Studium einer Ausbildung vorzuziehen.

Glaubenssätze Nr. 5: Für Geld muss man hart arbeiten

„Vielleicht ist reich sein ja doch gar nicht so schlecht… Aber dann muss das Geld zumindest ehrlich und hart erarbeitet worden sein!“

Warum?! Warum verändert sich der Wert, bzw. das Urteil darüber, ob Geld gut oder schlecht ist dadurch, wie eine Person dazugekommen ist?!

Moralische Bedenken zu haben, wenn jemand durch Kinderarbeit, Ausbeutung und Umweltverschmutzung zu Geld kommt, ist vollkommen verständlich.

Der negative Glaubenssatz über Geld „Für Geld muss man hart arbeiten“, legt aber den meisten unnötig Steine in den Weg, wenn es darum geht, sich ein Vermögen aufzubauen.

Was spricht denn dagegen, mit weniger Zeit mehr Geld zu verdienen?! Schließlich bringt dir dein Geld nur etwas, wenn du auch Zeit hast, dein Geld zu nutzen.

Außerdem sind Geldanlagen wie das Investieren am Aktienmarkt eine effektive Möglichkeit, gegen die Inflation anzukommen und im Alter immer noch Geld zur Verfügung zu haben.

Warum also das Leben durch ‚harte Arbeit‘ unnötig erschweren?!

Bei welchen der negativen Glaubenssätze über Geld hast du dich wiedererkannt?
Teile diesen Beitrag mit jemandem, der seine/ ihre negativen Glaubenssätze über Geld auflösen sollte! 🙂

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